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Notizen zum Treffen der Arbeitsgruppe Pathognostik 30.04.2016
Psychose als Opfergestalt martialischer Gewalt.
Martialität aller Dinge, nicht nur der phobischen Objekte. Alle Dinge sind phobische Objekte im Wartezustand (Petersen).
In den Dingen wird die Sterblichkeit abgewehrt, Dinge sind aufgeladen mit Sterblichkeit. Man glaubt, über die Totheitsdoublierung zu einer Selbstverfügung zu gelangen.
Dingproduktion durch Projektion (projektive Absolvenz). Projektion ist immer projektive Introjektion, deshalb bin ich von den Dingen abhängig (=> Sucht). Jedes Ding ist ein Übergangsobjekt (Fetisch). Projektion ist eine Produktionskategorie. Produktion ist der Sterblichkeitstransfer in Dinge. (Sterblichkeit als Sammelbegriff; sie legt sich vorher in allen möglichen Defiziten aus.)
Die Psychoanalyse sieht die Projektion als Verunstaltung der Dinge, die Pathognotik als Produktion der Dinge.
(Winnicots Übergangsobjekt als Mutterleibsurrogat)
Rückaneignung des Todes aus den Dingen als Selbstbildung.
Zweckrationalität als Rationalisierung der projektiven Abwehr.
Drohung des Zusammenfalls mit dem Ding. Paranoia als Versuch der Flucht vor der tödlichen Fusion mit dem Ding. Phobische Vermeidung als Verhinderung der Fusionierung mit dem phobischen Objekt.
Unterscheidung von Neurose und Psychose: jene ist Vermeidung, diese Flucht.
Suizid als Vollstreckung der Indifferenz - Dingwerdung. Katatonie als Stufe davor.
Von den Dingen geht eine beständige Bedrohung durch Fusion mit ihnen aus. Außerdem ist kein Ding vollkommen disponibel.
In der katholischen Vorstellung der Transsubstantiation wird die Dinggenese als Opferakt gedacht.
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