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Treffen der Arbeitsgruppe Pathognostik am 28.01.2017

Notizen zum Treffen der Arbeitsgruppe Pathognostik 28.01.2017
(Leitung des Treffens: Rudolf Heinz, Thomas Petersen - Thema: Abwehrmechanismen)
Drei Teilnehmer der Gruppe leiden an einer neuropathischen Gehbehinderung, in allen Fällen ist das linke Bein betroffen.
Was ist das Abgewehrte bei diesem Symptom einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung? Um welche Triebhaftigkeit geht es? Was ist das Strafwürdige an der Bewegung?
Die Zielgerichtetheit der Bewegung ist das Strafwürdige. Vielleicht eine Überbesetzung des Ziels?
Die Zielgerichtetheit der Bewegung ist eine Wegbewegung vom Mutterkörper, Bewegung als Autonomisierung.
Das Abgewehrte ist der Ödipuskomplex (Vatermord und Muttersubstitution), der sich im Übergang zum Narzissmus hypertrophiert zum Begehren, sich selbst sein eigener Ursprung zu sein.
Sanktioniert wird eine Überwertigkeit an der Bewegung, nämlich in der Bewegung schon am Ziel zu sein.
Die Somatisierung ist eine tiefere Verunbewusstung, eine größere Selbstentfernung (Entfernung von einem selbst).
Indem die Pathognostik dem physiologischen Symptom einen transphysiologischen Sinn gibt, verkörpert sie selbst eine Form der Überwertigkeit: die Symptome noch einmal in Regie zu nehmen.
Wir sind hypertroph/überwertig unterwegs und scheitern darin permanent.
Autokreationismus - sich selbst hervorbringen - das wird hypertroph. Die Rettung sind die Dinge, die Kulturkreation.
Der Narzissmus ist die ödipale Überwertigkeit als Selbstbegründungsbegehren.
Und worin besteht die Hypertrophie des Todestriebs?
Phantasma des Todestriebs: selbst der Tod zu sein, die Stelle des vorgestellten Todes einnehmen.