pathognostik.net
pathognostische Begriffe
  • Absolutheitsphantasma
  • Arschmahlzeit der Dinge
  • Autokreationismus
  • Dingarkanum
  • Dingphantasma
  • Dingsuizidalität
  • exkrementaler Inzest
  • Exkulpationsphantasmatik
  • Gebrauchssperre
  • Gebrauchstravestie
  • Geschwisterinzest
  • Gottesphantasma
  • Gottmenschlichkeit
  • Kadavermimesis
  • Körper-Ding-Verhältnis
  • Leichenfuge
  • Mutterleibleiche
  • Muttermord
  • Mutteropfer
  • Mutterschlachtung
  • Mutterstuprum
  • Mutter-Sohn-Inzest
  • Mutter-Tochter-Inzest
  • Nichtsepiphanie
  • Nymphentochterkadaver
  • Objektivitätsekstase
  • Opferbetrug
  • Opferprovenienz
  • Opfertransit
  • paranoische Dingwache
  • Schuldakkumulation
  • Schuldaufladung
  • Schuldaufriss
  • Schulddisposition
  • Schuldflucht
  • Schuldvernichtung
  • Selbstgeburtphantasmatik
  • Sohnesopfer
  • Sterblichkeitstrauma
  • Tochterverrat
  • Todesanmaßung
  • Todesdifferierung
  • Todesentäußerung
  • Todesfuge
  • Todestriebrepräsentanzen
  • Transphysiologie
  • Vater-Tochter-Inzest
  • Vater-Sohn-Inzest
  • Waffenhaftigkeit der Dinge
  • weibliche Tötungspotenz

Was ist Pathognostik?
Pathognostik ist eine Wortschöpfung aus Pathos = Schmerz, Krankheit und Gnosis = Erkenntnis und bedeutet also Erkenntnis durch Krankheit.
Anfang der 1980er Jahre entwickelte Rudolf Heinz unter dem Titel Anti-Psychoanalyse eine Praxis der Anwendung von Psychoanalyse auf Objektivitäten wie Kunst, Mythen und später dann auch technische Dinge. Daraus entstand die Pathognostik: Sie sieht Krankheit nicht primär verursacht durch den lebens­geschichtlichen Hintergrund des betroffenen Subjekts wie in der klassischen Psychoanalyse, sondern als einen Aufschluss des Produktionsgeheimnisses der Dinge selbst. Für die Pathognostik ist die individuelle Lebensgeschichte als Krank­heitsursache zweitrangig gegenüber dem Verhältnis zwischen Symptom und dem von ihm betroffenen Dingverhältnis.
In Krankheit wird das Produktionsgeheimnis der Dinge angezapft. Die Dinge sind in ihrer tautologischen Verfasstheit die verschlossene Gewalt ihrer Produktion, und Krankheit ist ein ohnmächtig verstrickter Aufschluss dieser Gewalt. Insofern steckt in Krankheit ein Erkenntnispotenzial, über das der Kranke allerdings nicht verfügt. Krankheit ist eine hilflose Opposition gegen die Unbewusstheit der Objektivität und gegen die ihr entsprechende Ichautonomie.
Normalität ist Unbewusstheit, ihr entspricht die tautologische Verfasstheit der Dinge, die Verhüllung ihrer Genealogie (Epikalypse). In Krankheit zeigt sich das Produktions­phantasma von Objektivität. In seiner Entfaltung versteht sich Pathognostik als Ontologie- und Rationalitätsgenealogie.
Es entstand eine Theorie des Körper-Ding-Verhältnisses, eine eigenwillige und seltsame Konzeption, die sich zudem noch durch eine sperrige Sprache einem Verständnis verweigert.
Rudolf Heinz entwickelte die Pathognostik als Körper- und Sinnenphilosophie, als eine psychoanalytisch grundierte Existenzialontologie, die auf dieser Website dargestellt wird in Form eines auf Begriffe und Themen heruntergebrochenen Kompendiums.


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Themen
Pathognostik: Abgrenzung zur Psychoanalyse, pathognostische Intellektualität, Verwerfungen
Körper und Dinge: Gedächtnis, Mutterleibleiche, Dingphantasma, Transsubstantiation, Schmerz, Waffenhaftigkeit der Dinge, »Arschmahlzeit der Dinge«, Kleidung
Krankheit: Symptom, Körperkrankheiten, Psychopathologie, Phobien, Neurose, Perversion, Psychose, Paranoia, Depression
Inzestformen: Mutter-Sohn-Inzest, Vater-Tochter-Inzest, Geschwisterinzest, Medien, Ursprungsaneignung, Triebtheorie, Indifferenz, Gottesphantasma
Gewalt: Krieg, Schuld, Schuldflucht, Scham, Opfer, Sucht, Arbeit
Todestrieb: Urtrauma der Sterblichkeit, Masochismus, Todesentäußerung, Sadismus, Todestrieb und Eros, Repräsentation
Sexualität: Subsistenzsexualität (Nahrung, Anorexie, Adipositas, Analität, Exkremente) Generationssexualität (männliche Sexualität, weibliche Sexualität, Homosexualität, Menstruation, Schwangerschaft)
Traum: Autoreferentialität des Traums, Schlaf und Inzest, Wachen versus Schlafen, Traum und Tiefschlaf
Kultur: Technik, Wissenschaft, Photographie, Bildende Kunst, Musik, Literatur
Mythen: griechische Mythologie, Christentum