vom Exkrement zum Geld
"Sofern das Exkrement/Dejekt Indikator der Urdifferenz des Körpers, Vording, Proto-Übergangsobjekt demnach ist, erfordert es, wie nach der Maßgabe seiner selbst als Indifferenzexempel in sich, beider, des Körpers und seines vorläufigen Dingdoubles, Indifferenzierung, die Transsubstantiation. Und das heißt: den Übergang des Körpers in die Leerstelle der Exkrementenverwerfung als mehrwertiges Überbietungsding (allemal erwachsenes Übergangsobjekt), als solches »ausgedrückt« als Geld, das Vermittlungsorgan schlechthin."
Körperphilosophische Propädeutik; in: Pathognostische Studien V, 161
Phantasma der »lebendigen Leiche«
"»Tödlicher Wunschweg des Körpers in die Leiche«, »Nichts-widersprüchliche Seinsbegehrlichkeit« - was soll das? Kaum aber wird ein Weg an der Unterstellung vorbeiführen können, daß der (womit?) »verklebte, ja verkeilte« Körper unnachlaßlich davon wunschträumt, sich als lebendige Leiche letztzuvervollkommnen, einszuwerden nämlich mit seinem toten Double, um dessen Todesmächtigkeit, sich im Ganzen entschuldend, innezuwerden. Hier ist der Ort der entscheidenden Einsicht, einzig von dem aus Krankheit im Kontext ihrer Angänge und Aufhebungen begreifbar würde, und zwar als die rettend bestrafte Anmaßung dieses Gottesphantasmas, eben des Undings der lebendigen Leiche."
Leib - Ding - Körper II. Pathognostische Psychosomatikkritik, 57