Geld als Schuldträger
"In quasi ontologischem (vs. ontischem) Verstande (Psychoanalysephilosophie vs. Ökonomie) mahnt Geld die Differenz überhaupt an: daß alles etwas kostet, daß alles seinen Preis hat, kurzum: die Universalität des Opfers. Damit zugleich die Gewalt und die Schuld, die im Opfer eo ipso beschlossen liegt - Geld demnach als Beschuldung: indiziert ebenso das Schuldverhältnis überhaupt. Und dies - positiv/aktiv (siehe Kprophagie, und davor schon das exkrementale Tun) - im Sinne der Exekution dieser Kriterien: des Einlösen-, Begleichen-, Zahlen-, Kaufen-könnens."
Geld als Exkrementalsymbol; in: Retro III, 266
mythische Imagination
"Alle mythisch- explanatorische Imagination, und eben gerade nicht nur die testierende, vielmehr auch die monierende, stellt die konkretistische Verdichtung, in diesem Sinne die Metaphorik dessen dar, was allzeit geauftragt unabgeltbar sich verschiebt, verteilt, ausdünnt, verflüchtigt, um sich auf anderen Schauplätzen, unerkannt, von woher stammend, wo genuin zuvor festgemacht, destruktiv zu reakkumulieren."
»Was kostet den Kopf?« Orpheus abermals (und nur ein wenig anders); in: Retro III, 257