Vater-Tochter-Inzest
"Auf analem Niveau, derart regressiv verschoben, vollzieht sich, wie vergewaltigend, der Vater-Tochterinzest. Dessen Ziel aber formiert sich daraufhin, die anal inzestuöse Einbehaltung der Faeces - diesen innenkoprophagischen Mutterleibleichenrest - Mores zu lehren, doch eben ohne dies, die nachholende Tabubildung in der ordentlichen Defäkation, zu vermögen, denn die Tochter nimmt lieber den Tod, davor jedenfalls die übelsten Malträtierungen, in Kauf, als daß sie sich der Differenzstattgabe in der Ausscheidung beugte. Und sie pedalisiert (und mehr), lustkonversiv, in extremo, ihre inbegrifflich exkremental inzestuöse indifferenzierende Renitenz just auf masochistische Weise. Auf der anderen Seite, der Folterknecht, er verfängt sich dergestalt im Lustaufkommen seines Sadismus, daß er dessen drittenobligatives widerinzestuöses Ziel besinnungslos vergißt, »Eros« - der Komiker. Und nicht nur das: er hatte eh ja vor, und tut es dann auch, eben sadistisch, die Schmerzenstochter in seinen Sohn und sogleich dann in sich selbst zu alterieren."
Masochismus; in: Pathognostische Studien XI, 111
Inzestformen
"Sohn-Mutter-Inzest/oral-inkorporativ, Vater-Tochter-Inzest/anal-eliminativ, Bruder-Schwester-Inzest/urogenital-demonstrativ, sowie nicht weniger deren notorisch prävalent zugleichgenerierte gegenständliche Korrespon­denzen: Konsumtion, Produktion, "Aufzeichnung" (...) - allzeit der im töch­terlich koprophagischen Selbst(Selbst) fürs erste aufgefangene Einverlei­bungs­transvestismus - die Mutterwerdung des Sohnes -; wenn man es so will: das dynamische Ubw von Konsumtion und Produktion, das sich in sich unabschließlich hochstreckt zur geschwisterinzestuösen Memorialität, dem TonBild Schrift, die sich folgend nicht nicht wie aufplatzend konkretistisch, als wäre sie die ultima ratio/der Ursprung/der Produktionsgrund insgesamt, gerieren kann, um sich passager im Selbstrückzug der Absolutheit zum Ur-Sprung, der Mediation, der ungebrochen gebrochenen Mitte zwischen allen Gegenüberstellungen, anscheinend bescheiden zu müssen."
Hype-Thinking, 27f.