Themen

Schmerz
Der Körper begehrt todesabwehrend zum Ding zu werden, zur »lebendigen Leiche«, zum »An-und-für sich« (Sartre). Schmerz ist die Warnung vor der Dingwerdung des Körpers.
Schmerz ist die Setzung der Differenz gegen die letztlich tödliche Fusion (oder vollständige Trennung) von Körper und Ding, Einspruch gegen den krankheitskonstitutiven Vermittlungsausfall, die letztlich tödliche Körper-Ding-Indifferenzierung. Schmerz ist die Blockierung des Übergangs des Körpers ins Ding und des Dings in den Körper. Insofern ist Schmerz der Gegenspieler der Transsubstantiation.
Ausdruck für den Vermittlungsausfall zwischen Körper und Ding ist die Gedächtnislosigkeit des Schmerzes, man kann ihn selbst nicht erinnern (nur halluzinieren).
Was hat es auf sich mit dem chronischen Schmerz und dem Schmerzausfall bei manchen Krankheiten? Der Dauerschmerz ist ein selbstbezüglicher Schmerz, der in sich hypertrophiert; der ausbleibende Schmerz ist der selbstbezügliche Schmerz als Schmerzentzug in A-Repräsentativität.
vorläufige Notizen:
Schmerz als Entschuldung
Verweise
Abkürzungen der zitierten Werke:
AML = Aus meinem Leben. Posteriore Urszenen
HPS = Hinführung zu einer Psychoanalyse der Sachen (Pathognostik)
HTH = Hype-Thinking
KAU = Kaum (1-4)
KFO = KoreFashionista
KML = Kainsmale
LDK = Leib - Ding - Körper (I-III)
LIZ = Logik und Inzest (I-III)
LPG = Lectiones pathognosticae
LUI = Logik und Inzest (Die Eule Nr. 4)
MAT = Minora aesthetica
MTA = Metastasen
OAT = Omissa aesthetica
ODC = Oedipus complex
PAK = Psychoanalyse und Kantianismus
PDS = Philosophie der Sexualität (Die Eule Nr. 10)
PGS = Pathognostische Studien (I-XIII)
PIV = Pathognostische Interventionen (I-VI)
RET = Retro (I-III)
RSD = Rückstände
RVL = Revival (1-4)
TDN = Todesnäherungen
TRT = Traum - Traum 1999
TTS = Taumel und Totenstarre
UDS = Die Utopie des Sadismus (Die Eule Nr. 3)
VIO = Violentiae
ZRS = Zerstreuungen