zitierte Werke
Themen

Geschwisterinzest
Die Faszination des Geschwisterinzests gründet in der Vorstellung, die Eltern zu ersetzen und sich so ihrem inzestuösen Rücksogs zu entziehen. Er ist die Abwehr eines Inzests durch einen Inzest.
Der Geschwisterinzest verschleiert seine Herkunft aus dem Vater-Tochter-Inzest und dem Mutter-Sohn-Inzest durch Selbstbezüglichkeit der Simulation: jede Referenz wird zur Simulation und breitet sich aus als Schein referenzloser Medialität. Der Geschwisterinzest ist die körperliche Entsprechung der Medien.
Psychopathologisch entspricht dem Geschwisterinzest die Perversion.
Verweise
Die Perversion ist eine pathogene Rückaneignung der medialen Aufzeichnung, der simulativen Entblößung, die die Medien auszeichnet. Die Perversion ist schamlose Bloßlegung, Präsentation im Unterschied zur Repräsentation der Neurose.
Abkürzungen der zitierten Werke:
AML = Aus meinem Leben. Posteriore Urszenen
APA = Apokalypse des Abbilds
HPS = Hinführung zu einer Psychoanalyse der Sachen (Pathognostik)
HTH = Hype-Thinking
KAU = Kaum (1-4)
KFO = KoreFashionista
KML = Kainsmale
LDK = Leib - Ding - Körper (I-III)
LIZ = Logik und Inzest (I-III)
LPG = Lectiones pathognosticae
LUI = Logik und Inzest (Die Eule Nr. 4)
MAT = Minora aesthetica
MTA = Metastasen
OAT = Omissa aesthetica
ODC = Oedipus complex
PAK = Psychoanalyse und Kantianismus
PGS = Pathognostische Studien (I-XIII)
PIV = Pathognostische Interventionen (I-VI)
RET = Retro (I-III)
RSD = Rückstände
RVL = Revival (1-4)
TDN = Todesnäherungen
TRT = Traum - Traum 1999
TTS = Taumel und Totenstarre
UDS = Die Utopie des Sadismus (Die Eule Nr. 3)
VIO = Violentiae
ZRS = Zerstreuungen