zitierte Werke
Themen
Nekrophilie
Nach konventionellem Pathologieverständnis ist Nekrophilie ein sexuelles Begehren, das sich auf Leichen oder Leichenteile bezieht. – Für die Pathognostik sind Dinge Mutterleibleichen. Nekrophilie wäre dann ein Begehren, das sich auf Dinge bezieht.
Nekrophilie will das Tote lebendig werden lassen, oder vielmehr: sie unterstellt die Lebendigkeit des Toten. Nekrophilie ist ein Inzest mit den Dingen, Faszination des Abgespaltenen, Zerstückelten, Verdinglichten.
Notizen:
Nekrophilie der Schrift
Nekrophilie des Photographierens
Koprophagie als Nekrophilie
Defäkation als Nekrophilie
Nekrophilie als "dingliche Mutterleibleichenverklärung"
Verweise
Dinge sind Mutterleibleichen, weil sie Transfigurationen der Exkremente sind. Und die Exkremente sind Mutterleibleichen, weil sie das Scheitern des nutrimentalen Inzests manifestieren (Mutter als Urform der Nahrung).
Abkürzungen der zitierten Werke:
AML = Aus meinem Leben. Posteriore Urszenen
APA = Apokalypse des Abbilds
HPS = Hinführung zu einer Psychoanalyse der Sachen (Pathognostik)
HTH = Hype-Thinking
KAU = Kaum (1-4)
KFO = KoreFashionista
KML = Kainsmale
LDK = Leib - Ding - Körper (I-III)
LIZ = Logik und Inzest (I-III)
LPG = Lectiones pathognosticae
LUI = Logik und Inzest (Die Eule Nr. 4)
MAT = Minora aesthetica
MTA = Metastasen
OAT = Omissa aesthetica
ODC = Oedipus complex
PAK = Psychoanalyse und Kantianismus
PGS = Pathognostische Studien (I-XIII)
PIV = Pathognostische Interventionen (I-VI)
RET = Retro (I-III)
RSD = Rückstände
RVL = Revival (1-4)
TDN = Todesnäherungen
TRT = Traum - Traum 1999
TTS = Taumel und Totenstarre
UDS = Die Utopie des Sadismus (Die Eule Nr. 3)
VIO = Violentiae
ZRS = Zerstreuungen