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Pathognostik \
»Kritik ohne Alternative«
Die Situation der Menschheit stellt sich aus Sicht der Pathognostik dar als ein fatales Verhängnis ohne Alternative. Man kann es wissen – aber das ist dann auch schon alles.
»Kritik ohne Alternative«
"»Kritik ohne Alternative« - eine Kritikart, die notorisch als skandalös angesehen wird: so sehr ist uns der utopische Meliorismus in Sachen Vernunft eingeschrieben, daß wir es kaum noch aushalten, Fatalitäten einräumen zu müssen. Die These gilt, daß der dingphantasmatische Kausalismus in seiner Kulminationsgestalt Naturwissenschaft und Technik irreversibel ist und als solcher progrediert; und daß dieses sein Wesen den indisponiblen Inbegriff allen Wohls und allen Wehes der Menschheit ausmacht - bis zum prognostizierbaren Ende nicht der Neuen Erde, sondern deren Vernichtung."
Propädeutisches zur Philosophie des Leib-Seele-Problems; in: Metastasen, 57f.
 
 
 
Verweise
 
Die Existenz des Menschen ist ausweglos: zerrissen zwischen Sehnsucht nach Erlösung und der hoffnungslosen Auslieferung an die eigene Sterblichkeit. Dieser Widerspruch lässt ihn scheitern und entfaltet sich als sein Zerstörungspotenzial.
Gewalt und Schuld prägen die Entstehung der Dinge und machen eine Versöhnung von Mensch und Welt unmöglich. Ein Abgrund von Feindschaft trennt den Menschen von der Welt und in Krankheit manifestiert sich dieser Abgrund.
Der Mensch ist wesentlich ein Gewaltwesen, Gewalt ist der Kern seiner Selbstkonstitution. Insofern werden die Menschen immer versuchen, sich gegenseitig auszulöschen.
Pathognostik