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Schlaf - Traum - Wachen \
»funktionales Phänomen«
Von Herbert Silberer erstmals formuliert: Die Selbstbezüglichkeit des Traums bedeutet, dass die Traumarbeit den Inhalt des Traums ausmacht. Der latente Trauminhalt ist die Traumarbeit selber, der manifeste Trauminhalt seine Repräsentation.
»funktionales Phänomen«
"Das »funktionale Phänomen«" bestimmt sich durch den somnialen Sonderfall, daß die Traumarbeit selbst mit ihren Gesetzmäßigkeiten das Thema der Traumarbeit ausmacht; Freudianisch ausgedrückt: der latente Traumgedanke, der durch die Traumarbeit in den manifesten Trauminhalt übersetzt wird, ist ausnehmend die Traumarbeit als solche. Also handelt es sich um ein Phänomen der Selbstreferentialität, sofern die somnialen Operationsmodi sich selbst zum Objekt haben.
Selbstreferentialität in der Psychoanalyse. Zum heterodoxen »funktionalen Phänomen« Herbert Silberers; in: Pathognostische Studien V, 107
 
 
 
Verweise
 
Die Pathognostik behauptet eine "phänomenale Autonomie des Traums", seine Inhalte sind primär nicht durch das träumende Subjekt bedingt, sondern sind vor allem eine Darstellung der Traumprozesse selbst (Autosymbolik).
Der Traum greift scheinbar wahllos auf Gedächtnisinhalte zu, um sie medial zu verarbeiten in willkürlichen Sequenzen.
Das Objekt der Bildenden Kunst reflektiert sich in sich selbst, zehrt seine Inhalte zugunsten seiner Form auf, die Inhalte werden zu »funktionalen Phänomenen« des Mediums. Eine auf Selbstzerstörung hinauslaufende Göttlichkeitsanmaßung.
Insofern der Traum Gedächtnisinhalte aufgreift und reproduziert, ist er eine Einübung ins Sterben, denn er ist eine Wiederholung des Selben.
Schlaf - Traum - Wachen