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Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb \
Ödipuskomplex
Der Ödipuskomplex ist das Phantasma der Selbstaneignung als Aneignung des eigenen Ursprungs, der Eltern, als Vatermord und Mutterinzest.
Ödipuskomplex als Metaphysik der Psychoanalyse
"Der säkulare Inbegriff der wissenschaftlichen Metaphysik Psychoanalyse, das ist der Ödipuskomplex. Leicht einzusehen weshalb: er enthält die ganze Transzendenzbewegung, den Jenseitsbegriff der Psychoanalyse, das Jenseits als restlose Selbst-ständigkeit, Autonomie, Autarkie, Absolutheit/Unbedingtheit. Denn: Vatermord und Mutterinzest zwecken auf das Phantasma ab, daß das Kind, vornehmlich der Sohn, sich selbst als es selbst seine eigenen Eltern sei; daß es den eigenen Ursprung, an seine Stelle tretend, substituierend, disponiere; daß es dadurch aller Nöte der Abhängigkeit, der Bedürfnisse, der Mängel, letztlich des sterblichen Körpers, enthoben sein könne. Der Inzest demnach als die via regia zur Apotheose, inklusive des elenden Absturzes aus dieser Höhe der Indifferenz in deren Gegenteil, der unüberbrückbaren Differenzen, des Vermittlungsausfalls nur noch."
Freud und das Jenseits; in Retro III, 114
 
 
 
Verweise
 
Durch Ödipalisierung wird die schuldgenerative Arbeit des Todestriebs überdeckt und reduziert, was zu einer Paranoisierung der Generationssexualität führt.
Der Ödipuskomplex ist das Begehren der Selbstgründung, sich selbst sein eigener Ursprung sein, die Eltern zu ersetzen.
Der tote Vater ist das Mittel zur inzestuösen Bemächtigung der Mutter. Als diese tote Mutter werde ich im toten Vater wiedergeboren, körperlos-spirituell-jenseitig-unsterblich. Wiedergeburt im Geiste.
Das Versagen des Vaters, seiner Tochter bei der Abgrenzung gegen ihre Mutter zu helfen, führt zu einer inzestuösen Fixierung des Vaters an seine Tochter, die nicht selten von ihrer Seite mit Hass beantwortet wird.
Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb