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Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb \
ödipale Schuldverdeckung
Durch Ödipalisierung wird die schuldgenerative Arbeit des Todestriebs überdeckt und reduziert, was zu einer Paranoisierung der Generationssexualität führt.
ödipale Schuldverdeckung
"Der Ursprung der Schuld oder wenn man es so will: der Todestriebzusammenhang wird durch den Ödipuskomplex verdeckt. Diese psychoanalytische Reduktion des Schuldproblems, um den Ödipuskomplex zentriert, betrifft freilich nur einen Sektor dieses Problems - allerdings einen entscheidenden, besonders heiklen Sektor desselben, nämlich die familial geregelte Reproduktion der Gattung Mensch, die Generationssexualität, mit der es die herkömmliche Psychoanalyse so ausschließlich hält, daß eine zu falschen Annahmen führende Problemreduktion, mitnichten nur eine sinnvoll arbeitsteilige Spezifizierung resultiert. Schreibt sich nun aber das Verkennungswesen der immerwährenden Schuldverpflichtung in die sexuelle Reproduktionskultur, in dieses psychoanalytische Isolat, ein, so ist die Paranoisierung aller einschlägigen Verhältnisse die notwendige Folge."
Kleinbürger-double-binds. Zum Problem der Gewalt in psychoanalytischen Verfahren und Institutionen; in: Pathognostische Studien III, 116
Genealogica Bd. 20. Essen: Die Blaue Eule. 1990
 
 
 

Verweise
 
Schuld
Sterblichkeit wird zur Schuld, indem sie entäußert wird als verdinglichende Gewalt und die Produkte dieser Gewalt (Dinge, Zivilisation) zur Verheißung der Todesüberwindung werden.
Der Ödipuskomplex ist das Phantasma der Selbstaneignung als Aneignung des eigenen Ursprungs, der Eltern, als Vatermord und Mutterinzest.
Ödipuskomplex, Narzissmus und Todestrieb sind sich steigernde Austragungen des Absolutheitsphantasmas (Ersetzung der Eltern, Zerstörung des Anderen, Verkörperung des Todes).
Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb