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ödipalisierende Verschiebung
In der Übertragung wird die Krankheit betrogen durch ein Ideal, das sich im Analytiker/in der Analytikerin verkörpert. Dies geschieht durch eine übertragungsvermittelte Rückführung auf kindlich-ödipale Reminiszenzen.
ödipalisierende Verschiebung
"Übertragung, das ist nichts anderes als der initiale Betrug der Krankheit durch deren Heilungsideal, der apostrophierte paranoische Effekt spürbaren Schuldaufkommens im Symptom für den Kranken als Widerschein der Souveränitätsverfolgung des Psychoanalytikers. Es bleibt zwar unbestreitbar, daß diese initiale Blockierung lebensgeschichtlich geöffnet und perspektiviert werden könne (...); doch diese generationssexuelle Rück-Sicht besteht nur in der Verschiebung dieses Verfahrensinbegriffs, der widerständigen Über­tragung also selber, dahinein: in dieses Niemandsland der generations­sexuellen Filiationen. (..) Die Abschiebung dieses aberwitzig paranoischen Über-Ichs des Verfahrens selber in die Absenz des Elternverhältnisses, der ödipalen Situation, suggeriert die Chimäre der Disposition der eigenen Lebensgeschichte."
Wissenschaftlichkeit und »ursprünglicher Sadismus« - Zur suizidalen Verfassung der wissenschaftlichen Psychoanalyse; in: Pathognostische Studien III, 104f.
 
 
 
Verweise
 
Die Übertragung erzeugt eine Asymmetrie, in der der Analytiker/die Analytikerin eine entschuldende Vergöttlichung erfährt. Dieser entspricht das über sich selbst verfügende Ich als Ziel des psychoanalytischen Verfahrens.
An die Stelle der Übertragung als therapeutisches Medium tritt in der Pathognostik eine Art von Begleitung, die vermeiden will, den Analysanden/die Analysandin dem Anspruch einer Selbstfügung zu unterwerfen.