Name
Passwort
Themen

Passagen
Absolutheitsphantasma
Phantasmen sind Abschirmungen von Traumatisierungen, das Urtrauma ist die Sterblichkeit und das Phantasma der Absolutheit die Antwort darauf.
das Phantasma aller Phantasmen
"Das Phantasma - die Absolutheit als das Phantasma aller Phantasmen - schirmt das Trauma - das Urtrauma der Sterblichkeit - ab, so wie dieses jenes provoziert. Nur daß dieser Abschirmdienst, das ist die ödipale, narzißtische, todestriebliche Abwehr, daß solche große Todesparade brüchig gerät: (...) So nämlich das häretische Grundgesetz: die Proportionalität von Absolutheit und opferbegierigen gewalttätigem Mangel. Übrigbliebe demnach der Schwellkopf, die ganze Pseudologie der Liebe als Maskerade tödlicher Macht, und diese wiederum als Maskerade tödlicher Ohnmacht, und dieser Komplex letztendlich als Epikalypse des Todes."
Musikalische Autosymbolismen im Gesamtkunstwerk Wagners; in: Pathognostische Studien IX, 83
 
 
 
Verweise
 
Ichautonomie ist in sich gewaltförmig, verdankt sich der inzestuösen Aneignung des mütterlichen Ursprungs mittels des toten Vaters. Das Ich ist die Verhüllung von Vatermord und Mutterinzest.
Selbstgründung als Aneignung des Ursprungs vollzieht sich als Vernichtung der Alterität. Die Verkörperung von Andersheit ist letztlich der Mutterkörper, dessen Vernichtung sich in der Produktion der Dinge vollendet.
Wichtig ist die Ineinssetzung des Absoluten, der Indifferenz, des Gottes, der Autarkie (Selbstgenügen). Dem entspricht die Notwendigkeit des Opfers, die Opfergier, die assimilierende Zerstörung alles Anderen. Deshalb ist der Gott ein Hungergott. Dessen Erbe sind die zeitgenössischen maschinellen Medien, deren Hunger unersättlich ist.
Die Verfügung über den Ursprung ist die Verheißung der Schuldfreiheit. Ihr Scheitern als projektive Introjektion der Sterblichkeit ist der Ursprung von Leiden und Krankheit.