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Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb \
Alles sein bei Selbsterhalt
Sich eins mit allem zu fühlen und zu glauben, dies auch zu sein, alle Getrenntheit als überwunden zu behaupten und dabei erhalten zu bleiben: Narzissmus als Gottesphantasma.
alles sein bei Selbsterhalt
"»Narzißmus« nämlich besagt in aller Triebhaftigkeit das Begehren, selbst Alles zu sein, in Allem, bei restlosem Selbsterhalt, aufzugehen, Alles sich zueigen zu machen, ohne Rückstand und Selbstverlust. Wahrlich der göttliche Zustand! (Wie singt im zweiten Akt Isolde? »..., selbst - dann/bin ich die Welt.« Aber das bedeutet doch eine Frau?? - Paradigma auch des Heldenödipus: Tristan: »Da er mich zeugt' und starb,/sie sterbend mich gebar« ...) - (...) Den »primären Narzißmus« charakterisiert die Indifferenz von Selbst und Objekt - fragt sich ob Fluch oder Segen... Und der »sekundäre Narzißmus« versucht, diesen ursprünglichen Zustand wiederherzustellen - siehe Kohuts »narzißtische Übertragungsformen«!"
Triebtheorie; in: Pathognostische Studien X, 26
Begriffe: Narzissmus,
 
 
 
Verweise
 
Der Selbstbezug, der alles Andere ausschließt, indem es entweder vernichtet oder zu einem Teil von einem selbst wird, ist die Kompensation eines frühen Traumas. Insofern ist das Ich ist ein Symptom.
Auslöschung aller Differenzen, das ist das Gottesphantasma, das Phantasma der Schuldlosigkeit. Diesem entsprechen die Inzeste des Ödipuskomplexes, sich steigernd im Narzissmus und schließlich im Todestrieb.
Gegen den tödlichen Sog der Indifferenz (Einheit, Verschmelzung, etc.) setzen sich die schmerzhaften, lebenserhaltenden Differenzen. Aber sie verfallen das Anziehung der Indifferenz und sind nur vorübergehende Aufschübe.
Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb