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Allgemeingültigkeit als Alteritätsopfer
Das Selbst konstituiert sich als Vernichtung des Anderen. Sein Anspruch auf eine Gültigkeit über sich selbst hinaus manifestiert sich in seiner Rede, die im Maße ihrer Selbstrechtfertigung das Opfer des Anderen verlangt.
Allgemeingültigkeit als Anderenvernichtung
"Im Begriff der Allgemeingültigkeit fallen die ultimative Imperialität des Selbst als Vernichtung des Anderen mit dessen restitutio ad integrum zusammen; Reaktionsbildung, Verkehrung ins Gegenteil (coincidentia oppositorum), die von der Dialektik aller Abwehr gezeichnet bleiben und deren Alteritäts-gebrochene Selbstreferenz sich zu einer algolagnischen Hyperform derselben potenziert. Je stärker der Selbstbezug, um so ausgeprägter aber die Abhängigkeit und der Opferbedarf. Und also reklamiert der gebrochene Narzißmus/Hypernarzißmus der Allgemeingültigkeit a fortiori seine Ernährung durch das scheinbar nur emanzipierte, doch bloß abgedeckt zum Opfer bereitgehaltene Andere, auf Intersubjektivitätsniveau das Andere des Geschlechts: Weiblichkeitsopfer."
Aspekte psychoanalytischer Kritik von Allgemeingültigkeit; in: Pathognostische Studien IV, 99
 
 
 
Verweise
 
Die männlichkeitskonstitutive Abwehr von Weiblichkeit ist eine Todesabwehr, insofern die Mutter den Tod vertritt.
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