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Ambulophobie
Eine Phobie des Gehens hat zur Voraussetzung die Indisponibilität des Hinten, des Rückens - das, was sich dem eigenen Sehen entzieht -, weshalb der Vorgang des Gehens memorial nicht eingeholt werden kann.
Angst vor dem Gehen
"Phobisches Gehensproblem überhaupt: das Hinten. Es lagert sich memorial nicht ab und entsprechend auch nicht vor. Diese Ab- und Vorlagerung als Voraussetzung des Gehenkönnens, freilich in phantasmatischem Verstande derart, daß, wie immer, das Gedächtnis sich zum Generator aufwirft. Die scheiternde Buchstäblichkeit dieser Phantasmatik macht den Gang zum Pseudogang: phobisch kann man nicht gehen. Wenn schon, so müßte man immaterialisiert schweben oder etwa, schwächer wohl, gegangen/gefahren werden. Wenn Gang, dann dürfte es im Verlaufe desselben mindest keine Sperre/Quere, auch die Sicht versperrende Hindernisse geben. Der Gang aber unter diesen architektonischen, landschaftlichen Sonderkonditionen zahlt, auch wenn diese in Kraft sind, den Preis, weder nach hinten noch nach den Seiten schauen zu dürfen: schieres Geradeaus."
Phobie II; in: Metastasen, 135
 
 
 
Verweise