Name
Passwort
Themen

Passagen
Kunst \
Apokalypse der Bilder
Bilder ersetzen die Wirklichkeit, Reklame die Waren - ein Dauertraum der Simulakren, der medialen Beherrschung der Realität. Die Rache für diese Verleugnung ist der endlose Absturz in den Tod.
Apokalypse der Bilder
"Die Proportion gilt: je mehr vermeinte selbstbezüglich schöpferische Imaginarität; je mehr plane Ersetzung von Wirklichkeit durch diese ihre - der Ästhetik des Universaldesigns unterstellte - Kopierensverfügung; je restloser Reklame das mit ihr preisend Bedachte überflüssig zu machen glaubt, die Warenikone sich, bildsüchtig manisch, mit der Ware selbst verwechselt, umso heftiger rüstet alle geflohene, geleugnete Realität - erstletztlich, inbegrifflich, die des Todes - zur Falsifikation dieser ihrer gipfelnd medialen Beherrschungslüge. Kein Erwachen dann aus dem haltlosen Dauertraum der Simulakren, das, unfällig, nicht auf den Aufprall auf allwiderständige Materialität hinauslaufen müßte, erfüllt den jähen Absturz in den Tod. Und so versammeln sich alle Bilder dieser Welt zu einem einzigen Moloch, unserem opfergeilen Gott."
Zünftige Ketzereien. Über Fragen, die einer jeglichen Kunsttherapie vorausgehen müßten; in: Pathognostische Studien XII, 245f.
 
 
 
Verweise
 
Kunst