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Arbeit als entschuldendes Opfer
Arbeit ist das Sühneopfer für die Schuld der Dingproduktion. Wenn sie gelingt, befreit sie von den schuldverdichtenden Krankheitssymptomen, die ansonsten die Arbeit blockieren.
Arbeit als Opfer
"Wohlgehütetes Arbeitsarkanum = die Kontamination vom Schuld und Sühne, Abgeltung kurzum der Produktionskriminalität durch das große Opfer der Arbeitskraft. Arbeit, bürgerliches Fundamentalaxiologikum, besteht somit in der Absolvenz aller objiziert versammelten Symptomkriterien, der dinglichen Externalität des »primären Krankheitsgewinns«: maliziöse Abbüßung der zirkulär aufrechterhaltenen Materiemakulation. Loswerden ins sich ver­schleiernd sich in seiner Schuldimplikation entziehenden Außenvor, reifizie­rende Dimission der »Urverdrängung« - in sich schon der erstgeboren schuldflüchtige, dilatiert wiedereingeholte Befreiungsakt, dessen einbehal­tende Hintertreibung - Krankheit = scheintriviale Arbeitsblockade - den generellen Inbegriff von Pathologie dann ausmacht. Anscheinend können wir, die Gattung überhaupt, essentiell nichts anderes im betörten Sinn haben, als systematisch die Epikalypse der Produktionsdelinquenz zu agitieren, die schwersten Exkulpationsgeschütze aufzufahren, um satisfaktionserschaffend unsere - bislang notwendigen - Subsistenzkruditäten zu entsühnen."
Triebabkömmling Arbeit? Zur psychoanalytisch vernachlässigten Politökonomie; in: Pathognostische Interventionen V, 68f.
 
 
 
Verweise
 
Die marxistische Behauptung der Unschuld der Produktivkräfte ist unhaltbar, wenn die Dinge Todestriebrepräsentanzen sind. Arbeit wird dann zu einem sühnenden Opfervorgang.
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