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Begleitung anstatt Übertragung
An die Stelle der Übertragung als therapeutisches Medium tritt in der Pathognostik eine Art von Begleitung, die vermeiden will, den Analysanden/die Analysandin dem Anspruch einer Selbstfügung zu unterwerfen.
pathognostische Alternative zur Übertragung
"Insofern das psychoanalytische Übertragungskonzept auf diesem falschen Selbst-Anderen-Verhältnis beruht - nämlich eine Art von paranoischem Einbruch des Anderen in das Selbst zum Zweck der Umwandlung dieser Entmachtung in eigene Macht (= Ich) unter Desavouierung der dabei aufkommenden unbewußten Inhalte betreibt -, darf es keinen Einlaß in die Pathognostik finden. An seine Stelle tritt das - noch auszuarbeitende - Konzept der »Selbstvertextung« desjenigen, der Pathognostik praktiziert, eine Tätigkeitsweise, die vielleicht am ehesten als die eines »Instruktors« oder »Initiationshelfers« (nach richtig ansetzender, sodann aber verderbender Initiation) beschrieben werden könnte."
Was ist Pathognostik?; in: Kaum. Halbjahresschrift für Pathognostik 1, 17
 
 
 
Verweise
 
In der Übertragung wird die Krankheit betrogen durch ein Ideal, das sich im Analytiker/in der Analytikerin verkörpert. Dies geschieht durch eine übertragungsvermittelte Rückführung auf kindlich-ödipale Reminiszenzen.