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Scham - Schuld - Sucht \
Beschämung des Selbstbewusstseins
Die Scham bezieht sich auf die Selbstermächtigung des Menschen, sein Autarkiebestreben, das seine Sterblichkeit verleugnet. Aber was soll in der Scham verhüllt werden? Nicht die Sterblichkeit, sondern die Dinglichkeit, die jene verdeckt.
Scheitern des Autarkiephantasmas
"Schamgehalt ist die Ekstatik/Reflexivität des sterblichen Menschkörpers, das Begehren/der Wunsch des »organlosen Körpers«, kurzum also die »Wunschmaschine«/das Selbstbewußtsein selber. Was demnach verhüllt werden muß als Ent-schämung, Schamrealisierung, in der diese hominisierende Fundamentalaffektion aufgehoben werden soll, das ist nicht, isoliert, der sterbliche Körper als solcher, den es nicht gibt, vielmehr die Provenienz der Hülle, das ist der Dinglichkeit überhaupt aus der Transzendenzlosigkeit des Hüllenbegehrens selber, die Nichtheterogenität des Rückfalls der Hülle an das Umhüllte."
Schamnotizen in: Pathognostische Studien II, 81
 
 
 
Verweise
 
Scham
Grenze und Scheitern der Erkenntnis ist die Sterblichkeit, angesichts derer jede Erkenntnis der Nichtigkeit verfällt. Scham ist das Eingeständnis dieses Scheiterns.
Die Scham als ein Wissen verschließt sich in Schuld als ein Nichtwissen, in die die verhüllende Dingproduktion, die sich als Zivilisationsgeschichte austrägt.
Die Scham realisiert sich als Flucht vor der Beschämung durch die Sterblichkeit in das Autarkiephantasma, das die Dinge und das Selbstbewusstsein verkörpern. Deren Herstellung ist verbunden mit Schuld, von der sich die Sucht zu befreien sucht.
Scham - Schuld - Sucht