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Bildende Kunst und Depression
Intention der Kunst ist die Produktion der lebendigen Leiche: das, was nicht stirbt und doch tot ist. Und das ist in der subjektiven Pathologie die Depression. So wäre die Depression das subjektive Pendant zur Kunst.
Bildende Kunst und Depression
"Sowohl Bild als auch Plastik unterstehen dem Phantasma eines toten Immerwährenden als Subjektideal. Depression vollstreckt dasselbe an der Seele. Dabei handelt es sich um den Versuch, lebendig zur Leiche zu werden. Eine letzte Todesusurpation, die gleich der Bestrafung verfällt, weil es eine dem Menschen nicht vergönnte Anmaßung ist. Das Nichtmehrsterbliche als Grundelement von bildender Kunst wäre das objektive, sich depressiv artikulierende Pendant zur subjektiven Pathologie."
Mit Kunst ist nicht zu spaßen. Heinz-Norbert Jocks im Gespräch mit dem Philosophen und Psychoanalytiker Prof. Dr. Rudolf Heinz über Joseph Beuys; in: Pathognostische Studien XIII, 270f.
 
 
 
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