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Bildfunktion
Das Bild ist Vermittlung zwischen Selbst und Welt, „ungetrennt, doch unvereint“, Differenz gegen den Sog der Indifferenz, Verkörperung von Gedächtnis. Das Bild ist ineins Abwehr der Realität und gedächtniskonstitutive Vermittlung mit ihr.
Bildfunktion
"Worin besteht die Bildfunktion? Im fruchtbarsten Gewaltakt, mich und die Welt, darin allererst je sich konturierend, auseinander- und zusammenzuhalten; beide »ungetrennt, doch unvereint« zu verwahren; Vermittlung, Gedächtnis, Raum und Zeit - Seinsgewähr - zu reproduzieren; den harten Differenzkeil in die tödlich begehrte Indifferenz, Verschmelzung und Auseinanderriß beider (psychoanalytisch wird man von Inzest sprechen), in aller Wachsamkeit hineinzutreiben. Gäbe es kein solches Re-präsentationsverhältnis, so versänken wir in letalen Dauertiefschlaf, existierten also gar nicht."
Zünftige Ketzereien. Über Fragen, die einer jeglichen Kunsttherapie vorausgehen müßten; in: Pathognostische Studien XII, 244f.
 
 
 
Verweise
 
Bilder ersetzen die Wirklichkeit, Reklame die Waren - ein Dauertraum der Simulakren, der medialen Beherrschung der Realität. Die Rache für diese Verleugnung ist der endlose Absturz in den Tod.
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