Name
Passwort
Themen

Passagen
DefÀkation als Mutterleibopfer
Geheimnisverrat des Mutterleibopfers
"Die ExterioritĂ€t des exkrementalen Rests, sie ist das desavouierte GedĂ€chtnis (Geheimnisverrat) des metabolischen Binnenopfers des Mutterleibs, das, unsanktioniert, eben nicht, restlos, aufgeht. Sie erweist sich so als Inbegriff des Seinsmangels (»felix culpa«); und, als solcher, als die schlechthinnige Inszenierung fortgesetzter - mangeltilgender/-rezidivierender (= »schizoider«?) - Produktion; deren Wundermetabasis in Dinglichkeit vor der prĂ€maturen kopro-/nekrophagischen Selbstkadaverisierung, undefinitiv, fĂŒrs erste, rettet."
RĂŒckstĂ€nde, 70
Verdauung als Muttermord
"Der innigste Inzest, das ist die Inkorporation, und entsprechend deren Widerruf in der Exkrementenhergabe wohl am schmerzlichsten. Insbesondere aber drĂŒckt sich die fortgesetzte WidersprĂŒchlichkeit dieses Dramas in Beschaffenheit und Behandlung der Ausscheidungen aus. Der Differenzerrettung darin unbeschadet, obgleich auch als Arbeitsleistung und -produkt entschĂ€digend belobigt, stimmt doch etwas mit diesem rettend erretteten MutterleibrĂŒckstand nicht, denn: seinem Wert entgegen - abermals ein Doublebind - muß er verschwinden. Warum eigentlich? Im Inneren des Verdauungskörper-Opfertempels ist der Muttermord geschehen, und die Exkremente, Vorhauch des Todes, sind wie die »RĂŒcksicht auf Darstellbarkeit« der Mutterleibleiche. Lebendig anale Mutter demnach, die selber ihre Kadaverteile (...) wegschafft."
Zur ArchÀologie der Gewalt; in: TodesnÀherungen, 153

Verweise  
Ausführungen