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Differenz - Indifferenz
Dialektik von Indifferenz und Differenz
"Es ist kurzum die Dialektik von Indifferenz und Differenz, ein in sich höchst widersprüchlicher Prozess; denn: Der de facto immer unvollkomene Indifferenzstatus bleibt solange tödlich, bis es, ihm entgegen, zur erzwungenen schmerzhaften Rettung durch Differenzbildung kommt. Gewalt also hier wie dort: die Gewalt des letalen Indifferenzsogs, die Gewalt seiner Differenzkonter­karierung, die Gewalt nicht zuletzt auch der Differenzbehauptung selbst."
Zur Archäologie der Gewalt; in: Todesnäherungen, 146
Jede Differenz wird immer wieder einkassiert.
"Spaltung und Projektion sind Autonomisierungsleiden­schaften, die vom Anderen wiedereingezogen, rekassiert werden können; die tödliche Identität obsiegt gegenüber der vorübergehend lebenserhaltenden Differenz."
Projektive Identifikation; in: Agora 06/2008, 42

 
Verweise  
Auslöschung aller Differenzen, das ist das Gottesphantasma. Diesem entsprechen die Inzeste des Ödipuskomplexes, sich steigernd im Narzissmus und schließlich im Todestrieb.
Die mystische Einheit als anmaßende Einebnung der Differenz von Mensch und Gott.
Wichtig ist die Ineinssetzung des Absoluten, der Indifferenz, des Gottes, der Autarkie (Selbstgenügen). Dem entspricht die Notwendigkeit des Opfers, die Opfergier, die assimilierende Zerstörung alles Anderen. Deshalb ist der Gott ein Hungergott. Dessen Erbe sind die zeitgenössischen maschinellen Medien, deren Hunger unersättlich ist.