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Differenz - Indifferenz
Jede Differenz wird immer wieder einkassiert.
"Spaltung und Projektion sind Autonomisierungsleiden­schaften, die vom Anderen wiedereingezogen, rekassiert werden können; die tödliche Identität obsiegt gegenüber der vorübergehend lebenserhaltenden Differenz."
Projektive Identifikation; in: Agora 06/2008, 42
 
 
 
Verweise
 
Auslöschung aller Differenzen, das ist das Gottesphantasma, das Phantasma der Schuldlosigkeit. Diesem entsprechen die Inzeste des Ödipuskomplexes, sich steigernd im Narzissmus und schließlich im Todestrieb.
Die mystische Einheit ist die anmaßende Einebnung der Differenz von Mensch und Gott. So wie der Christus seine Gottmenschlichkeit mit seinem Tode büßte, wartet die Selbstauslöschung auf denjenigen, der die Differenz zwischen Mensch und Gott tilgen würde.
Wichtig ist die Ineinssetzung des Absoluten, der Indifferenz, des Gottes, der Autarkie (Selbstgenügen). Dem entspricht die Notwendigkeit des Opfers, die Opfergier, die assimilierende Zerstörung alles Anderen. Deshalb ist der Gott ein Hungergott. Dessen Erbe sind die zeitgenössischen maschinellen Medien, deren Hunger unersättlich ist.