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Krankheit \
Dingbezug von Körperkrankheiten
Bei psychopathologischen Symptomen ist der Dingbezug einleuchtender als bei Körperkrankheiten. Bei diesen werden Organe zu Repräsentationen blockierter Subjekt-Objekt-Beziehungen.
Dingbezug von Symptomen
"Gleichwohl gibts kein psychoneurotisches und auch kein psychotisches Symptom, das keinen Objektivitätsbezug mit Dingimplikationen aufwiese; immer ist nicht zuletzt ein Gebrauchszusammenhang von Dingen beeinträchtigt. Den Schein einer Ausnahme machen die Körperkrankheiten - ich spreche des Subjektivismus darin wegen nicht mehr gerne von psychosomatischen Erkrankungen -, insofern sich hier die angemaßte Bewußtheit des Ödipuskomplexes eben in den Körper hinein repräsentiert, wobei diese - scheinbar nur nach Außen abgegrenzte - Repräsentationsart jeweils in den organischen Befallsorten den betreffenden blockierten Subjekt-Objekt-Konnex enthält."
Dialogue Interieur über Pathognostik versus Psychoanalyse; in: KAUM. Halbjahresschrift für Pathognostik 4, 17f.
Wetzlar. Büchse der Pandora. 1987
Begriffe: Körper,
 
 
 

Verweise
 
Eine Herausforderung für die Pathognostik sind die Körperkrankheiten, soll ihnen doch auch eine Objektivitätskorrespondenz zugeordnet werden, wenn letztlich jede Krankheit ein – wenn auch hilfloser – Protest gegen etwas Objektives sein soll.
Pathologisch ist das Verhältnis von Selbst und den Dingen, wenn es keine Trennung oder nur Trennung gibt, beides Gestalten der Indifferenz. Die »normale« Balance dazwischen - »ungetrennt und unvereint« - ist eine Vermittlung zwischen Selbst und den Dingen, die alles zum toten Anderen meiner selbst macht.
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