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Dinge und Körper
Dinge sind die phantasmatische Entschuldung des Körpers, welche den Körper die Dinge begehren lässt, wovor die tautologische Dingverfassung einen prekären Schutz bietet.
Ding und Körper
Dinge "sind nicht wesentlich bloß das, was sie sind (»Die Realität ist ... auch nicht in den Dingen mit sich selbst identisch«), also nicht wesentlich tautologisch. Sie weisen vielmehr, symbolisch und konkretistisch zumal, auf den Körper zurück als dessen exkulpative Überbietung. Diese aber ist phantasmatisch und affiziert als Phantasma den Körper rück-wirkend wiederum soweitgehend, daß er diese seine tote Überbietung als er selbst, zugleich lebendig, zu sein begehrt (bis hin zum Grauen der Transsubstantiation). Also ist die den Dingen innewohnende wesentliche Differenz/Spaltung phantasmatisch, als Dingphantasma das Basisphantasma selbst; und die unwesentliche Identität (Tautologie) sodann doch die heilsame Absperrung dieser wesentlichen, letztlich tödlichen Phantasmatik (wenigstens die gebrauchssichernde passagere Absperrung derselben), immer um willen aber der Herrschaft der wesentlichen Differenzphantasmatik."
Korrespondenz mit Olaf Knellesen; in: Lectiones pathognosticae, 151
 
 
 
Verweise
 
Dinge
Narzisstische Verdinglichung als Produktionsgrund der Dinge und Krankheit die Spürung der Schuld der Dingproduktion am Ort des Gebrauchs.
Das Begehren des Körpers (als wahrnehmender Leib) ist die Dingwerdung, aber nicht als totes Ding, sondern gefühlt, um das zu sein, was das Ding phantasmatisch verkörpert: Autarkie, Absolutheit.
Der normale Gebrauch/Verbrauch der Dinge bricht im pathologischen Gebrauchsstreik auf, das Verhältnis zu den Dingen wird sakral, indem sich das Produktionsgeheimnis der Dinge geltend macht. Im Symbolismus der Dinge manifestiert sich ihre Körperreminiszenz, ihr transsubstantiativer Ursprung.
Das Messietum sowie sein Gegenteil, die Dingaskese, sind eine Sensibilität für die Differenz der Dinge. Das Zerbrechen der Indifferenz des tautologischen Dinggebrauchs wird dingfetischistisch pariert.
Dinge und Körper befinden sich in einer wechselseitigen Botmäßigkeit. Die Dinge warten dienstbereit auf ihren Gebrauch; dafür wird auf Seiten der Körper das Opfer der Arbeit entrichtet. Die Dinge sind das Versprechen der Unsterblichkeit. In ihnen versucht der Körper seine Sterblichkeit wegzuschaffen.
In der Krankheit schwindet der Abstand zu den Dingen, es kommt zur Rückholung der in die Dinge eingeschlossenen Göttlichkeit in den Körper als autonomes Ich. Dieses trägt sich aus als Vernichtung des Anderen.