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Dinge \
Dingphantasma
Phantasmatisch verkörpern die Dinge den Tod, Dinge als Todesrepräsentanz bis hin zur Todespräsenz. In der Sicht der pathognostischen Kritik sind die Dinge hingegen Todestriebrepräsentanzen. Der Todestrieb als Inbegriff des Begehrens ist die Produktion der Dinge.
Dingphantasma als Todesrepräsentanz
"Es gilt die These, daß Dinge Todesrepräsentanzen, aufgeklärt: Todes-nicht-Repräsentanzen, nämlich Todestriebrepräsentanzen seien. Jener Begriff besagt die Phantasmatik des Dingphantasmas, dieser hingegen dessen Kritik. Eine Art der Kritik indessen, die das Kritisierte in keiner Weise zu beseitigen befähigt ist; folgenlose Kritik demnach ohne Alternative.
Inbegriff dieser frustranen Kritk: per definitionem ist der Tod nicht repräsentabel, er ist die A-Repräsentativität schlechthin und einzig fungiert das Hominitätsartefakt des Todestriebs, kurzum: das Begehren, als Produzent des Dings, dingphantasmatisch als Todesrepräsentanz."
Über das Dingphantasma; in: Pathognostische Studien VI, 109
Genealogica Bd. 29 Essen: Die Blaue Eule. 2000
 
 
 

Verweise
 
Als Differenz und Indifferenz zu mir tilgt das Ding die Schuld meiner Sterblichkeit, indem es phantasmatisch die Todespräsenz verkörpert.
Der normale Gebrauch/Verbrauch der Dinge bricht im pathologischen Gebrauchsstreik auf, das Verhältnis zu den Dingen wird sakral, indem sich das Produktionsgeheimnis der Dinge geltend macht. Im Symbolismus der Dinge manifestiert sich ihre Körperreminiszenz, ihr transsubstantiativer Ursprung.
Pathognostische Aufklärung bewegt sich am Rand der Psychose. Zur Aufschließung des Ding-Unbewussten bedarf es eines Rückbefalls durch dieses, der sich nur deshalb nicht in Pathologie verschließt, weil er sich medial veräußert.
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