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Scham - Schuld - Sucht \
Drogen
Die Droge ist eine Gottesverkörperung im Sinne der Verheißung der Selbstverfügung als sich an sich selbst vernichtende Entschuldung.
der Gott der Pflanzen
"Die Drogenproduktion ist die Gottesgenese selber; Dingniederschlag der Disponibilitätsrepräsentanz des organlosen Körpers als Pflanzlichkeit und Pflanzenauszug, rückwirkend auf den Menschorganismus als dessen peremptorische Exkulpation. Von wegen Unschuld der Pflanzen - ob drogenstofflich im engeren Sinn oder nicht, sie sind (eben wenn nicht) das Schuldakkumulat des Gottes selber ohne dramatisch imponierender Todestransit ins Anorganisch-Tote."
Sucht in: Pathognostische Studien II, 161
Genealogica Bd. 17. Essen: Die Blaue Eule. 1987
Begriffe: Schuld,
 
 
 

Verweise
 
Je perfekter die Dinge, desto suchtanfälliger der Mensch. Sucht ist eine subjektive Aneignung der Perfektion der Dinge, eine der Göttlichkeit der Dinge korrespondierende Selbstvergöttlichung als Selbstentschuldung durch Schuldakkumulation.
Sucht ist eine erotische Besetzung des Todes, der Todesverfallenheit des menschlichen Körpers, ein masochistischer Genuss der Sterblichkeit, verbunden mit der Verheißung der Entschuldung.
Sucht
Sucht ist Sehnsucht nach Aufhebung der Differenzen – des Mangels, der Trennung, des Hungers –, Einswerden mit den Objekten des Begehrens.
Der Drogenkonsum ist eine Wiederbelebung der intrauterinen Ernährung und der extrauterinen Laktation, nicht nur beim Alkoholismus. Er ist ein Eintauchen ins Vergessen, in die glückselige Schuldlosigkeit, in die Sehnsucht nach Unsterblichkeit.
Rauchen ist eine Inbesitznahme des entzogenen Körpers über das Atmen, ein gleichsam mystischer Zusammenschluss mit sich selbst.
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