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Scham - Schuld - Sucht \
Drogen
Die Droge ist eine Gottesverkörperung im Sinne der Verheißung der Selbstverfügung als sich an sich selbst vernichtende Entschuldung.
der Gott der Pflanzen
"Die Drogenproduktion ist die Gottesgenese selber; Dingniederschlag der Disponibilitätsrepräsentanz des organlosen Körpers als Pflanzlichkeit und Pflanzenauszug, rückwirkend auf den Menschorganismus als dessen peremptorische Exkulpation. Von wegen Unschuld der Pflanzen - ob drogenstofflich im engeren Sinn oder nicht, sie sind (eben wenn nicht) das Schuldakkumulat des Gottes selber ohne dramatisch imponierender Todestransit ins Anorganisch-Tote."
Sucht in: Pathognostische Studien II, 161
 
 
 
Verweise
 
Sucht
Sucht ist Sehnsucht nach Aufhebung der Differenzen – des Mangels, der Trennung, des Hungers –, Einswerden mit den Objekten des Begehrens (nicht nur der Nahrung).
Rauchen ist eine Inbesitznahme des entzogenen Körpers, ein gleichsam mystischer Zusammenschluss mit sich selbst.
Je perfekter die Dinge, desto suchtanfälliger der Mensch. Sucht ist eine der Göttlichkeit der Dinge korrespondierende Selbstvergöttlichung als Selbstentschuldung durch Schuldakkumulation.
Sucht ist eine erotische Besetzung des Todes, der Todesverfallenheit des menschlichen Körpers, ein masochistischer Genuss der Sterblichkeit, verbunden mit der Verheißung der Entschuldung.
Scham - Schuld - Sucht