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Subsistenzsexualität \
Einswerden mit der Nahrung
Nahrungsaufnahme und Verdauung sind Gestalten des Begehrens, der Herstellung von Indifferenz, der inzestuösen Vereinigung mit der Nahrung.
Einswerden mit dem Nutriment
"Bitte, unterstellen Sie das Gesamt des Metabolismus, der Nutrition, dem »Begehren«, d. i. der Passion des restlosen (restlosen!) Einswerden mit dem Nutriment, dem oralen Grundinzest, der subsistentiell basalen Indifferenz. Kein Weg führt daran vorbei, sofern diese Supposition sich ja als Seinsgenerator schlechterdings vor-gibt, wenngleich, dawider, tödlich ausfiele, wenn diesem Ursprungssog nicht in sich und durch sich selbst Einhalt geboten wäre: je in dessen Abbremsung wie in Rationen sich die Gesamtdigestion im Zusammenhang ausfällte; allzeit davon bedroht, sich - Ralentation - pathogen zu überrennen: sich, dann schließlich letal, ganz auf einmal, zeittilgend peremptorisch, zu vollstrecken."
Schimpfwörter - aufgeklärt wider ihre besinnungslose Ubiquität; in: Pathognostische Studien XII, 156
 
 
 
Verweise
 
Die Nahrungsaufnahme ist inzestuös stigmatisiert - dieses inzestuöse Begehren (es gibt kein Außen, alles ist in mir) scheitert an der Defäkation - koprophagisch wäre der Inzest (das Einssein mit mir) zu retten, aber mit letalen Folgen - stattdessen dann der vorläufig rettende Übergang von den Exkrementen zu den Dingen - und von den Dingen her dann die Rückaneignung der Dinge in den Körper (Psychose - die »Arschmahlzeit der Dinge«).
Subsistenzsexualität