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Exkremente
"Die Exkremente verraten die ganze Realphantasmatik der Subsistenz. Und das heißt: Alles, zumal die Ernährung, ist von Begehren stigmatisiert (in der Tat: vom »Begehren«, terminologisch), das Begehren abzuschaffen: selbst nämlich autonom/autark/absolut zu sein, sich selbst zu begründen."
Geld als Exkrementalsymbol; in: Retro III, 264
"Inmitten der Aktivitätsversion des Todestriebs, wie gehabt: der auflängenden Umwendung der Sterblichkeit in tötende Gewalt, imponiert die Defäkation wie das Ende von Lustmord: die Elimination, das entschädigend masochistische Herauspressen der Reste der inkorporierten/assimilierten, zudem selbstschütz­lich dem Verschwinden geweihten Mutterleibleiche, zuvor als Nahrung möglicherweise derart aufgemacht, dass das Schöne wahrhaft nur mehr des Schrecklichen Anfang sein kann, danach, anal, wie ein Verwesungsprodukt, das allzu viel von den Greueln des inneren Opfertempels, der Verdauung, verrät und deshalb schon weggeschafft und versteckt werden muss."
Todestrieb. Programm einer Revision; in: Todesnäherungen, 43f.
"Die Exteriorität des exkrementalen Rests, sie ist das desavouierte Gedächtnis (Geheimnisverrat) des metabolischen Binnenopfers des Mutterleibs, das, unsanktioniert, eben nicht, restlos, aufgeht. Sie erweist sich so als Inbegriff des Seinsmangels (»felix culpa«); und, als solcher, als die schlechthinnige Inszenierung fortgesetzter - mangeltilgender/-rezidivierender (= »schizoider«?) - Produktion; deren Wundermetabasis in Dinglichkeit vor der prämaturen kopro-/nekrophagischen Selbstkadaverisierung, undefinitiv, fürs erste, rettet."
Rückstände, 70
"Im Inneren des Verdauungskörper-Opfertempels ist der Muttermord geschehen, und die Exkremente, Vorhauch des Todes, sind wie die »Rücksicht auf Darstellbarkeit« der Mutterleibleiche."
Zur Archäologie der Gewalt; in: Todesnäherungen, 153

Ausführungen  
vorläufige Notizen