Name
Passwort
Themen

Passagen
Exkremente als Ur-Gedächtnis
Gedächtnis als Kompromiss zwischen Koprophagie und Abstoßung der Exkremente. Diese verwandeln sich über die Abwehr der Koprophagie in Dinge.
Exkremente - Gedächtnis - Dinge
"In nicht-kausalem Verstande beruht das Erinnerungsgedächtnis mit auf den autotomisierten und zugleich einbehaltenen, kompromißhaft dann, repräsentativ, ersatzkoprophagisch, bei sich behaltenen Exkrementen. Und diese schmählichste aller Privationen verläßlich überkompensiert sich in deren Resurrektion als die Dinge, längst hyperfetischistische Waren, auf ihrem Gipfel martialisch dingzerberstende Rache (genitivus absolutus) der Mutterleibleiche."
Aus meinem Leben. Posteriore Urszenen, 25

 
Verweise  
In der Subsistenzsexualität (Nahrungsaufnahme, Verdauung, Exkrementabgabe) dominiert die Analität, denn das Exkrement repräsentiert den körperlichen Opfervorgang. Das autonome Ich behauptet sich primär als Verbergung und Wegschaffung des Exkrements als Dokument der intestinalen Gewalt.
Das Essen ist Anderenvernichtung, die sich im Körperinneren vollendet. Ergebnis sind die Exkremente, einerseits Dokumente der Vernichtungsgewalt der Verdauung, andererseits lebensrettende Manifestationen des Scheiterns des nutrimentalen Inzests.
Die inzestuöse Anverwandlung des Essens als Aufhebung des Körpers wird gebrochen durch die Differenzierung von Körper und Ding aneinander, vermittelt über die Differenzausfällung der Exkremente, immer bedroht von der koprophagischen Rückaneignung.