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Psychopathologie \
Fetischismus als Mangelkompensation
Fetischismus
"Der Fetisch, das ist mein eigenes Außenvor in idealer Verfassung, meine ganze Selbstidealität, die ich mir, verehrend, gewogen zu machen suche, um an ihr teilzuhaben, ihre Fülle mitzugenießen. Unterstellt werden muß in diesem Pathologiebereich, daß das Selbstdefizitgefühl, die »Seinsmangel«erfahrung, die das (über)kompensatorische religiöse Gebaren provoziert, deviant stark - wie an die Todesgrenze geraten - ausfällt; und diese Sonderstärke der Schwachheit erklärt dann die symptomatische Überreaktion, die Hyperparade an dubiosester Frömmigkeit darauf."
Zur Hochkonjunktur der Pornographie; in: Pathognostische Studien VII, 36
Genealogica Bd. 31. Essen: Die Blaue Eule. 2002
Begriffe: Fetischismus,
 
 
 

Verweise
 
Der Fetisch ist mein ideales Selbst in ein Außen projiziert, in dem ich verehrend meine Idealität genießen kann. Je größer meine defizitäre Schwäche, desto stärker meine religiöse Verehrung.
Psychopathologie