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Schlaf - Traum - Wachen \
Frühstückslust und Defäkationszwang
Im Tiefschlaf nähren sich die Dinge vom Körper und zehren ihn aus, deshalb das Frühstück. Weshalb aber die notwendige morgendliche Defäkation wie eine Austreibung nächtlicher Gespenster? Weil das vollgefressene Dingdouble des Körpers sich noch in seinem Inneren befindet.
Frühstückslust und morgendlicher Defäkationszwang
"Erwachenskoinzidenz von absoluter Schwere und Leichte, Auszehrung/Kachexie und deplazierter Vollgefressenheits-Schwangerschaft, mit Schlagseite zu dieser hin wenigstens dann, wenn die Träumenserinnerbarkeit überhängende Nichtausgleichsreste mitsichführt. Es ist wohl so, daß sich diese Krisisangelegenheiten nicht zuletzt durch Differierungen/Dilationen regeln: zuerst das besagte regressive Mahlzeiten (als Kompensation der nokturnischen Auszehrung) und dann das Sch... (Ausscheidung des akkumulierten Dingdoubles - es einzubehalten, führte ja zur Doppelbelastung des nachgefüllten Körpers plus seines eh lastenden Doubles), und die Welt ist wieder in Ordnung, sprich: die Körper-Dingdifferenz, dieses Lebenselixier, prozessual restituiert: Körper (wieder)verkörperlicht und Ding (wieder)verdinglicht, und beide superfiziell-a-memorial aufeinander beziehbar."
Traum-Deutungs-Proben; in: Traum - Traum 1999, 326
 
 
 
Verweise
 
Zwischen Schlaf und Wachen erzeugt sich das Gedächtnis als Bedingung der Repräsentation von Welt. Im Tiefschlaf nähern sich die Dinge als Tod, als Zusammenfall von Körper und Ding, im Wachzustand werden sie vergegenständlicht. Dazwischen, im Traumübergang, entsteht das Gedächtnis als Mehrwert dieses Transits.
Im Wachen zehre ich die Dinge auf durch Repräsentation, bis auf einen exkrementalen Rest, der die Funktion eines vorläufig rettenden Aufschubs hat. Im Tiefschlaf werde ich von den Dingen verzehrt. Und der Widerstand dagegen ist das Träumen.
Schlaf - Traum - Wachen