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Indifferenz - Differenz \
Gedächtnis
Gedächtnis ist Trauma-bedingt, in welcher Stärke auch immer; ein Anderes, Fremdes hat sich gegen die Indifferenz zwischen Eigenem und Anderem durchgesetzt und garantiert einen Abstand im Sinne einer Vermittlung und verhindert einen pathogenen Zusammenfall.
Gedächtnis und Trauma
"Allgemein erweist sich der Schock der Differenz (Alterität, Heterogenität) als Gedächtnis-konstitutiv und -prägnant. Wie kommt er zustande? Durch die Absperrung der Allexpansion der Indifferenz (Identität, Homogenität). (Inwiefern aber solcher Imperialismus?) Abgrenzung, Berührung, Übergang sind dann kompromissuelle (symptomatische) Parierungen dieser Sperrentraumatik; wie im einzelnen unschwer - auch nach der Graduierung des Gewaltpotentials je darin - darstellbar. (...) Gedächtnis wäre - bildlich gesprochen - so etwas wie ein Sichhochstauen, Sichauftürmen, die Vertikalisierung des Abpralls an der Differenzsperre der Indifferenz."
Weitere Notizen zu Trauma und Gedächtnis; in: Pathognostische Studien VII, 155
Genealogica Bd. 31. Essen: Die Blaue Eule. 2002
Begriffe: Gedächtnis,
 
 
 

Verweise
 
Das Geburtstrauma ist die Löschung des Erinnerungsvermögens und setzt an dessen Stelle ein Körpergedächtnis als Angst, die an die Stelle der Repräsentation tritt.
Gedächtnis als Kompromiss zwischen Koprophagie und Abstoßung der Exkremente. Diese verwandeln sich über die Abwehr der Koprophagie in Dinge.
Das Trauma der Differenzerfahrung verbindet sich im Gedächtnis mit einer vorausgesetzten Indifferenz, die erst durch die Differenz erfahrbar wird. Das Gedächtnis ist dieses Zusammenspiel von Indifferenz und Differenz.
Indifferenz - Differenz