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Pathognostik \
Genealogie
Pathognostik versteht sich als Genealogie und wendet sich gegen die Trennung von Genesis und Geltung, indem das objektiv Gegebene auf seine inneren Entstehungsbedingungen befragt wird.
Genealogie
"Genealogie bezweckt, die menschlichen Hervorbringungen alle, kurzum: den Menschheitsinbegriff Kultur, auf deren innere Entstehungsbedingungen hin im Spannungsfeld zwischen Kritik und Legitimation, krisishaft demnach, nachzuschreiben.
Diese generischen Binnenkonditionen können selbst keine historisch faktischen und/oder (proto)wissenschaftlichen sein, insofern sie als solche die genealogische Nachfrage sogleich wiederum provozierten."
Rückstände, 89
 
 
 
Verweise
 
Die Pathognostik weist jede Philosophie als unzulänglich zurück, die in ihrer Entfaltung etwas unbefragt voraussetzt und sich nicht einer genealogischen Befragung aussetzt, einschließlich dieser Genealogisierung selbst.
Mythen bieten einen szenischen Aufschluss zu Opfer- und Schuldverhältnissen hinsichtlich kultureller Dinge. Besonders favorisiert von der Pathognostik ist der griechisch-römische Mythenbestand.
Die pathognostische Genealogisierung öffnet die realitätsstiftenden Gewissheiten auf ihre inneren Phantasmen hin. Diese sind Bereinigung, Entschuldung, Entsühnung. Deren Verleugnung ermöglicht das, was man Fortschritt nennt.
Für eine pathognostische Rationalitäsgenealogie bedarf es unter anderem der Ausweitung der Narzissmusstheorie auf Sexualität und den Verdauungsprozess und die Einbeziehung des Todestriebs als Zusammenhang von Sadismus/Exkrementation und Objektkonstitution.
Pathognostik