Name
Passwort
Themen

Passagen
Genealogie
Pathognostik versteht sich als Rationalitätsgenealogie und wendet sich gegen die Trennung von Genesis und Geltung, indem das objektiv Gegebene auf seine inneren Entstehungsbedingungen befragt wird.
Genealogie
"Genealogie verläßt das pseudos des Allorts konsumatorischer Nach­träglichkeit und thematisiert dagegen deren buchstäbliche Herkunfts-Mit-Gift, die schon zitierten Phantasmen der Bereinigung, Entschuldung, Entsühnung, als Präjudizien der Produktion bereits selber, deren herkunfts­tabuisierte Betreibung die fortschrittslüsterne Entropie von Technik insgesamt besorgt. Dieser Rückgang auf Produktion in philosophischem, genealogischem Verstande ist indessen scheinbar nur eine simple Angelegenheit, die sich eigentlich von selbst verstehen sollte; sie mißt vielmehr den unbegrenzten, nicht irgend abgesonderten, vielmehr ubiquitären Taburaum aus, terra incognita sondersgleichen, deren Nicht-Angang universelle Debilitätsfolgen nachsichziehen muß."
Technik und Psychopathologie; in: Pathognostische Studien III, 179
Genealogie als avancierte Philosophie
"Genealogie bezweckt, die menschlichen Hervorbringungen alle, kurzum: den Menschheitsinbegriff Kultur, auf deren innere Entstehungsbedingungen hin im Spannungsfeld zwischen Kritik und Legitimation, krisishaft demnach, nachzuschreiben.
Diese generischen Binnenkonditionen können selbst keine historisch faktischen und/oder (proto)wissenschaftlichen sein, insofern sie als solche die genealogische Nachfrage sogleich wiederum provozierten."
Rückstände, 89
 
 
 
Verweise
 
Die Pathognostik weist jede Philosophie als unzulänglich zurück, die in ihrer Entfaltung etwas unbefragt voraussetzt und nicht einer genealogischen Befragung aussetzt, einschließlich dieser Genealogisierung selbst.
Mythen bieten einen szenischen Aufschluss zu Opfer- und Schuldverhältnissen hinsichtlich kultureller Dinge, besonders der griechisch-römische Mythenbestand.