Name
Passwort
Themen

Passagen
Psychopathologie \
Gephyrophobie
Wie jede Phobie ist die Brückenphobie Ausdruck eines nicht untergegangenen Ödipuskomplexes: das Objekt ist nicht vollständig veräußert, sein Produktionsgrund nicht epikalyptisch verschlossen. Die Differenz zum Objekt ist ausgesetzt, wobei die Brücke sich als phobisches Objekt besonders eignet, weil sie als Objekt selbst die Überbrückung von Differenz darstellt.
Brückenphobie
"Was die Brücke für den Brückenphobiker so erschreckend und unbegehbar macht, was abgründige Angst an ihr hervorruft und die Bewegungsfähigkeit wie paralysiert erscheinen läßt, das ist keine irgend subjektive Zutat zu derselben, vielmehr der »Gesamtsinn« der Brücke als solcher, gehört zu ihr durch und durch und objektiv dazu; ja ist wesentlich (obzwar nicht im Sinne der »essentia«, vielmehr, wenn schon, »existenzial«) diese selber."
Dialogue Interieur über Pathognostik versus Psychoanalyse; in: Kaum 4, 9
 
 
 
Verweise
 
Die Göttlichkeit der Brücke besteht in der Indifferenzierung einer Differenz, sie verbindet ein Diesseits mit einem Jenseits, ist Überbrückung eines Abgrunds, sie stellt einen Zusammenhang gegen eine Unterbrechung her.
Nicht-phobische Objekte verkörpern den untergegangenen Ödipuskomplex und sind funktionale Phänomene des Selbst. Der nicht untergegangene Ödipuskomplex verkörpert sich angesichts der phobischen Objekte als Krankheit.
Psychopathologie