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Indifferenz - Differenz \
Gewalt der Indifferenz
Die (narzisstische) Leidenschaft der Indifferenz, das Begehren nach Absolutheit und Unsterblichkeit, ist der Kern menschlicher Zerstörungsgewalt. Innerhalb und nicht jenseits dessen manifestiert sich das Leben in aufschiebenden Differenzen.
marginale Differenzausfällungen
"Unsere (schwach ausgedrückt) Lüsternheit der Indifferenzierung aller Differenzen ist unabdingbar, und unterstellen wir sie nicht als unzerstörliche Passion, so entraten wir der Erklärungsgründe für die uns, die Menschen, zeichnende destruktive Gewalt. Wo aber hat Leben, menschliches Leben, Eros, dann noch Platz? Einzig innerhalb dieser tödlichen Leidenschaft der Indifferenz, dieses verheerenden Unsterblichkeits-, Absolutheitsbegehrens, eben als Respekt der sich in dieser seinsnotwendigen Begehrensdynamik ausfällenden Differenzen: kurzum die Kulturschaffung i.w.S., betreffend den Körper-Ding-Unterschied und das generative Geschlechtsverhältnis, angehend die Geschlechts- und Generationentrennung."
Vom Eigenen und vom Fremden. Das Unbewußte, das Geschlecht, die Generation, der Tod; in: Pathognostische Studien VII, 23
Genealogica Bd. 31. Essen: Die Blaue Eule. 2002
Begriffe: Indifferenz,
 
 
 

Verweise
 
Gegen den tödlichen Sog der Indifferenz (Einheit, Verschmelzung, etc.) setzen sich die schmerzhaften, lebenserhaltenden Differenzen. Aber sie verfallen das Anziehung der Indifferenz und sind nur vorübergehende Aufschübe.
Auslöschung aller Differenzen, das ist das Gottesphantasma, das Phantasma der Schuldlosigkeit. Diesem entsprechen die Inzeste des Ödipuskomplexes, sich steigernd im Narzissmus und schließlich im Todestrieb.
Phantasmen sind Abschirmungen von Traumatisierungen, das Urtrauma ist die Sterblichkeit und das Phantasma der Absolutheit die Antwort darauf.
Indifferenz - Differenz