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Hautaffektionen
Die Haut ist Grenze von Innen und Außen, ein Veräußerungs- und Übergangsorgan. Entäußert wird Schuld, die bei Hautkrankheiten im Übergang hängenbleibt. Ziel der Veräußerung ist die Selbstreinigung, deren Phantasma die Schuldfreiheit ist.
Hautaffektionen
"Hautsymptome (...) bezeugen gravierende Probleme der doublierend dinglichen Selbstveräußerung, die purgierend exkulpative Selbstalienation bleibt im übergängigen Austrittslokal stecken, breitet ebendort sich flächig, vor dem Spiegelbild fliehend, symptomatisch aus. Solche Halbwegseinbehaltung/Halbwegselimination wirkt, aggressionsprovokant, nicht eben unaggressiv ("Feuermeldergesicht"!), macht den dermatogischen Patienten zu einer daherwandelnden auflauernd sichzurücknehmenden Bombe." [zum Beispiel eines Ekzems im Gesicht]
Revival 3, 110f.
 
 
 
Verweise
 
Krankheit ist scheiternde Flucht vor der Schuld, indem sich in der Krankheit die Schuld in eine blinde Sühne zu verschließen sucht. Krankheit ist eine ungekonnte, nicht-intentionale Schuldthematisierung. Es misslingt die Flucht vor diesem Schuldaufriss in das Vergessen der Normalität (in die Normalität des Gebrauchs). Der Kranke wird gleichsam zum Schuldaufriss an sich selber.
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