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Ursprungsaneignung (Inzest) \
Ichautonomie
Ichautonomie ist in sich gewaltförmig, verdankt sich der inzestuösen Aneignung des mütterlichen Ursprungs mittels des toten Vaters. Das Ich ist die Verhüllung von Vatermord und Mutterinzest.
das Ich als »paternale Mutterleiche«
"Die Ichautonomisierung stellt sich, todestriebbelehrt generationssexuell, als Vatermord und Mutterinzest und, resultativ, das filiale autonome Ich als paternale Mutterleiche heraus. Und sein Untergang liegt in nichts anderem als der Eskamotierung dieser Mordsgeschäfte, der Einhüllung des Ich, dieses kriminellen Über-Lebensdokuments, mit dem Gewaltmantel der Autonomie."
Wissenschaftlichkeit und »ursprünglicher Sadismus«; in: Pathognostische Studien III, 101
 
 
 

Verweise
 
Selbstgründung als Aneignung des Ursprungs vollzieht sich als Vernichtung der Alterität. Die Verkörperung von Andersheit ist letztlich der Mutterkörper, dessen Vernichtung sich in der Produktion der Dinge vollendet.
Sich selbst sein eigener Ursprung sein, dies der Inbegriff des Triebes, weil menschlich alle »natürlichen« Triebe immer schon vom Begehren überformt sind. Das Begehren geht auf Absolutheit, auf seine eigene Abschaffung in schuldfreier Autarkie: das Gottesphantasma.
Ödipuskomplex, Narzissmus, Todestrieb: eine Sequenz der Selbstautarkisierung, die der Triebinbegriff ist. Ersetzung der Eltern, Zerstörung des Anderen, Verkörperung des Todes.
Spontaneität ist die Ignoranz gegenüber dem Anderen, letztlich seine Auslöschung, um das Phantasma der eigenen Absolutheit zu stützen.
Ursprungsaneignung (Inzest)