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Inkorporation und Symptombildung
Die todesusurpatorischen äußeren Dinge werden nekrophagisch re-inkorporiert (»Arschmahlzeit der Dinge«) und wenn sie nicht wieder veräußert werden haften sie an als Symptome. Die Re-Inkorporation ist der pathogene Basisprozess.
Inkorporation und Symptombildung
"Somit stellt sich die Introjektion/Inkorporation als Grundprozeß der Symptombildung heraus: Entsorgung meiner Kellerleichen durch mich selbst - sei's drum, kurzum, doch abermals mit Rest -, nekrophagisch. So aber ißt und trinkt man sich das Gericht, wenn immer nicht instantan das dingliche Sublimat des Kadavers, wunderbar zubereitet, auf dem Speiseplan steht: Selbstsein des - in der Reintrojektion des Projizierten - vorgestellten Todes demnach, notwendigerweise sogleich in dilatorischer Dinglichkeitsmaske, der Fressensblockade. Wie aber dann, gleichwohl, der anmaßendste Dingefraß? Und, a fortiori, wie vermag die asymbolische Inkorporation, die Realernährung, das normale Essen - versus Nekro- versus Reiphagie -, seiner zahlreichen Fraktionen zum Trotz, überhaupt zu funktionieren?"
(Meta)theorie der Abwehrmechanismen; in: Pathognostische Studien XI, 88f.
 
 
 
Verweise
 
Jede Projektion ist eine Introjektion, weil sie mit einer Identifizierung verbunden ist. Das Projizierte wird also rückangeeignet trotz seiner Veräußerung. Diese Re-Introjektion ist letztlich tödlich, wird nur vorübergehend in Regie genommen und bildet Krankheitssymptome aus.
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