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Intellektualität \
Intellektualität
Pathognostische Intellektualität ist eine vermessene Mischung aus wissenschaftlichem Verschluss (Epikalypse) und psychotischer Öffnung (Apokalypse), die dem Aufzuschließenden in einer Ambivalenz von Sarkasmus und Mitleid begegnet.
Intellektualität
"Es mag aber gelingen können, einen solchen Begriff von Intellektualität zu tätigen, der in voller Anerkenntnis deren untilgbarer Verschuldung an Psychose (und freilich auch mit unfreiwilliger Konzession deren tatsächlicher Dementiumringung nachgerade) wenigstens seine quasi Selbstgemäßheit erreichte und einnähme. Intellektualität - die hybride Kontamination prozessual von Wissenschaft (dem Verschluß/der Epi-kalypse des göttlichen Dingmysteriums) und Psychose (der Öffnung/Apo-kalypse des nämlichen) - vollzöge sich dann als Paradoxie eines unhaltbaren Dauerwitzes, der sich nimmer entscheiden könnte zwischen letzter Häme und letztem Erbarmen dem Opferarkanum der Dinge, diesem tragisch-komischem Gott des Menschen gegenüber; und der diese Indezision(en) rein in sich selbst hinein abführte als »transversale« unbemächtigende Weilereferenz auf seinen verrückten Comes."
Fortschreibungen zum Problem einer »Psychoanalyse der Sachen«; in: Retro III (1995-2005), 104
 
 
 
Verweise
 
Die Aufklärung der Leidenschaft der Indifferenz transzendiert diese nicht, bleibt ihr verfallen, macht sie nur benennbar und bleibt darin selbst eine Gestalt der Indifferenzierung.
Das Gedächtnis der Produktion sind die Exkremente in ihrem Übergang in Dinge. Eine intellektuelle Aufschließung dieses Zusammenhangs ist nicht frei von der in die Dinge übergehenden Schuld, die zu einem zerbrechlichen Schutz der Erkenntnis wird.
Die Schwerverständlichkeit mag der Sache geschuldet sein, gepaart mit einem brüchigen skripturalem Stolz, der sich oft in eine Verweigerung hinein flüchtet. Andererseits gibt es auch die Faszination durch die mediale Vermittlung, wie sie dieses Website-Projekt versucht.
Gewalt lässt sich nicht durch Einsicht in ihre Bedingungen wegzaubern. Pathognostisch imprägnierte Intellektualität ist eine von Gewalt befallene Klage, sich austragend in ein gebrochenes Schreiben, eine blasphemisch-schamlose Aufdeckung letzter Geheimnisse.
Mit der Psychose teilt Intellektualität die Anerkennung der Unausweichlichkeit der Schuld, deren Leugnung nur eine Täuschung sein kann. Aber sie situiert sich in dem Bereich zwischen einem das Dingarkanum schuldverschließendem Wissen und einer psychotischen Öffnung desselben.
Intellektualität ist gottesusurpatorisch. Aber wie nimmt man die Position Gottes ein, ohne sich dabei abhanden zu kommen? Durch Selbstabtrennung, Veräußerung in Sprache und Schrift. Wobei sich beides letztlich in Unverständlichkeit verschließt.
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