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Intellektualität
 
 
 
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Pathognostik bewegt sich im Raum zwischen Krankheit und Normalität, indem sie die in Krankheit unbegriffen enthaltene Erkenntnis von dieser abtrennt.
Die Aufklärung der Leidenschaft der Indifferenz transzendiert diese nicht, bleibt ihr verfallen, macht sie nur benennbar und bleibt darin selbst eine Gestalt der Indifferenzierung.
Das Gedächtnis der Produktion sind die Exkremente in ihrem Übergang in Dinge. Eine intellektuelle Aufschließung dieses Zusammenhangs ist nicht frei von der in die Dinge übergehenden Schuld, die zu einem zerbrechlichen Schutz der Erkenntnis wird.
Die Schwerverständlichkeit mag der Sache geschuldet sein, gepaart mit einem brüchigen skripturalen Stolz, der sich oft in eine Verweigerung hinein flüchtet. Andererseits gibt es auch die Faszination durch die mediale Vermittlung, wie sie dieses Website-Projekt versucht.
Gewalt lässt sich nicht durch Einsicht in ihre Bedingungen wegzaubern. Pathognostisch imprägnierte Intellektualität ist eine von Gewalt befallene Klage, sich austragend in ein gebrochenes Schreiben, eine blasphemisch-schamlose Aufdeckung letzter Geheimnisse.
Mit der Psychose teilt Intellektualität die Anerkennung der Unausweichlichkeit der Schuld, deren Leugnung nur eine Täuschung sein kann. Aber sie situiert sich in dem Bereich zwischen einem das Dingarkanum schuldverschließendem Wissen und einer psychotischen Öffnung desselben.
Intellektualität ist gottesusurpatorisch. Aber wie nimmt man die Position Gottes ein, ohne sich dabei abhanden zu kommen? Durch Selbstabtrennung, Veräußerung in Sprache und Schrift. Wobei sich beides letztlich in Unverständlichkeit verschließt.