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Intellektualität und Psychose
Mit der Psychose teilt Intellektualität die Anerkennung der Unausweichlichkeit der Schuld, deren Leugnung nur eine Täuschung sein kann. Aber sie situiert sich in dem Bereich zwischen einem das Dingarkanum schuldverschließendem Wissen und einer psychotischen Öffnung desselben.
Intellektualität und Psychose
"Es mag aber gelingen können, einen solchen Begriff von Intellektualität zu tätigen, der in voller Anerkenntnis deren untilg­barer Verschuldung an Psychose (und freilich auch mit unfrei­williger Konzession deren tatsächlicher Dementiumringung nach­gerade) wenigstens seine quasi Selbstgemäßheit erreichte und einnähme. Intellektualität - die hybride Kontamination prozessual von Wissenschaft (dem Verschluß/der Epi-kalypse des göttlichen Dingmysteriums) und Psychose (der Öffnung/Apo-kalypse des nämlichen) - vollzöge sich dann als Paradoxie eines unhaltbaren Dauerwitzes, der sich nimmer entscheiden könnte zwischen letzter Häme und letztem Erbarmen dem Opferarkanum der Dinge, diesem tragisch-komischem Gott des Menschen gegenüber; und der diese Indezision(en) rein in sich selbst hinein abführte als »transversale« unbemächtigende Weilereferenz auf seinen verrückten Comes."
Fortschreibungen zum Problem einer "Psychoanalyse der Sachen"; in: Retro III, 104
 
 
 
Verweise
 
Psychose und Intellektualität verweigern beide die Entschuldung durch den Übergang in Epikalypsen. Die Psychose bleibt diesseits des Übergangs, Intellektualität besetzt den Übergang selber.
Pathognostische Aufklärung bewegt sich am Rand der Psychose. Zur Aufschließung des Ding-Unbewussten bedarf es eines Rückbefalls durch dieses, der sich nur deshalb nicht in Pathologie verschließt, weil er sich medial veräußert.