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Krankheit
Krankheit - Normalität
"Krankheit - das ist das unmögliche Ansinnen, den Vorbehalt der inneren Dingverfassung zerstören und zugleich in Gänze respektieren zu wollen. Ein letztlich tödlicher Widerspruch, der den Tod allererst erschafft, dilatiert in den partiellen Toden von Krankheit. Normalität, das ist entsprechend die Einhelligkeit der Vorbehaltseinräumung, welche die blinde (konsumatorische) Teilhabe an der Gewalt dieses Vorbehalts gewährleistet."
Dialogue Interieur √ľber Pathognostik versus Psychoanalyse; in: Kaum 4, 16
Krankheit als Exkulpationsverheißung
"Krankheit, das ist nichts anderes, als die Exkulpationsverhei√üung der Ichautonomie buchst√§blich zu nehmen, also beides widerspr√ľchlicherweise in einem disponieren zu wollen: diesen Gewaltverschlu√ü und seine Ge√∂ffnetheit instantan. Nur da√ü die ge√∂ffnete Ichautonomie, die Bewu√ütseinsofferte dieses Unbewu√üten, dies Trugbild selber vorspiegelt. Widerstand als die Identit√§t von Krankheit und deren Gegenteils."
Wissenschaftlichkeit und ¬Ľurspr√ľnglicher Sadismus¬ę; in: Pathognostische Studien III, 104
Krankheit-Erkenntnis-Selbstopfer
"Pathognostisch zentral aber ist die Frage nach der Objektivitätskorrespondenz der Erkrankung, insofern diese jene allererst erkennbar macht, dagegen aufbegehrt - erkennbar macht und dagegen aufbegehrt im Modus des Selbstopfers."
Notizen zur Nephroptose; in: Pathognostische Studien III, 60
Krankheitsmagie
"Da Krankheit menschlich als Selbstbestandteil immer magischer Observanz ist, paradoxerweise ihre scheiternde Selbstverhinderung an sich selbst ausmacht, w√§re t√∂dliche Krankheit nichts anderes als sanktionierte: mit dem Tode bestrafte √ľberm√§√üige Krankheitsmagie."
Die Armut der res cogitans. Innenansichten einer viszeral-chirurgischen Operation; in: Todesnäherungen, 121

Verweise  
Ausführungen