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Krankheit
Krankheit öffnet und verschließt in einem das Unbewusste der Realitätstautologie, der Bruch wird zurückgenommen und als Täuschung/Anmaßung verworfen.
Krankheit
"... daß Krankheit zwar den Bann der Realitätstautologie traumatisiert, doch just in einer Weise, die dies kleine Pathologieerdbeben ganz auf seinen Ursprungsort rechtens zurückdrängt und ebendort wieder auslöscht. Pathologie selber deplaziert die Auflassung des Unbewußten, setzt den Teleologie/Disteleologiemechanismus, die Wiederschließung, in Gang, verurteilt, diskriminiert die unbewußte Gegenrealität als Irrationalismus. Die brauchbarste genealogische Öffnungsstätte Pathologie scheint unvermeidlich von dieser Paradoxie stigmatisiert: a fortiori zum anscheinend idealen Ausgangspunkt der Geschlossenheit zurückzudrängen und das interimistisch Gewahrte als Schein zu verwerfen."
lShame and Scandal in the Family; in: Die Eue Nr. 7 (Sondernummer), 72
Krankheit-Erkenntnis-Selbstopfer
"Pathognostisch zentral aber ist die Frage nach der Objektivitätskorrespondenz der Erkrankung, insofern diese jene allererst erkennbar macht, dagegen aufbegehrt - erkennbar macht und dagegen aufbegehrt im Modus des Selbstopfers."
Notizen zur Nephroptose; in: Pathognostische Studien III, 60
 
 
 
Verweise
 
Krankheit als Widerspruch zwischen der Aufbrechung der tautologischen Dingverfassung und ihrem Erhalt, Normalität hingegen als blinde Botmäßigkeit gegenüber den Dingen.
Krankheit ist die hilflose Erinnerung der Schuld der Produktion am Ort der Konsumtion. Doch diese Erinnerung bleibt geblendet durch die trügerische Schuldfreiheit der Konsumtion, durch ihre Indifferenz.
Das Ding ist die Verhüllung der Schuld seiner Produktion. In der Krankheit wird die in den Dingen eingeschlossene Schuld in den Körper rückeingebildet zum Symptom.
Krankheit ist scheiternde Flucht vor der Schuld, indem sich in der Krankheit die Schuld als eine blinde Sühne verschließt.
Symptome sind körperlich anhaftende, korrespondierende Dinge oder Dingkontexte betreffende Symbole. Sie sind keine subjektiv-kontingenten Zutaten zu den Dingen, sondern bezeichnen deren Produktionsmotiv.