Themen

Passagen
Krankheit \
Krankheit als scheiternde Entschuldung
Der entschuldende Gewaltverschluss öffnet sich in der Krankheit, ohne seine Entschuldungsfunktion aufgeben zu wollen.
Krankheit als Exkulpationsverheißung
"Krankheit, das ist nichts anderes, als die Exkulpationsverheißung der Ichautonomie buchstäblich zu nehmen, also beides widersprüchlicherweise in einem disponieren zu wollen: diesen Gewaltverschluß und seine Geöffnetheit instantan. Nur daß die geöffnete Ichautonomie, die Bewußtseinsofferte dieses Unbewußten, dies Trugbild selber vorspiegelt. Widerstand als die Identität von Krankheit und deren Gegenteil."
Wissenschaftlichkeit und »ursprünglicher Sadismus«; in: Pathognostische Studien III, 104
Genealogica Bd. 20. Essen: Die Blaue Eule. 1990
 
 
 

Verweise
 
Krankheit öffnet und verschließt in einem das Unbewusste der Realitätstautologie, die sich öffnende Differenz wird zurückgenommen und als Täuschung und Anmaßung verworfen.
In der Krankheit versucht sich die Schuld in der Scham zu vernichten, indem sie die Hülle zerstört, in der sich die Schuld epikalyptisch verdichtet. Die Hülle ist das autonome Ich oder die Gottheit als das Phantasma der Exkulpiertheit.
Krankheit