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Krieg als Kulturvollendung
Krieg als Kulturvollendung
"Weil Kultur bloß beschwichtigend ersatzweise zufriedenstellt, ihr Versprechen realer Befriedigung nicht einlösen und eben deshalb der »Triebe« nimmer Herr werden kann, und mehr noch: diese destruktiv gar auflädt und in ihrer Destruktivität in Regie zu nehmen sucht - je mehr Absolutheitsbegehren, umso mehr Enttäuschung und umso mehr Zerstörungsmotivation. Die wahre Krankheitskorrespondenz ist also der Krieg, nicht als Kulturdesaster (»Pallas Athene weint« im Kriegsfall? - mitnichten), vielmehr als Kulturkulmination."
Lectiones pathognosticae, 18

 
Verweise