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Krise des Erwachens
Mit dem Erwachen zerfällt die Traumrepräsentativität, was tödlich wäre, träte nicht an ihre Stelle der Bezug zur Welt, zu den Dingen, - ein Derivat des Tiefschlafs.
Schlaf und Erwachen
"Das bedrängenste Theoriedesiderat aber, es ist das Wachen, der Tag. Jedenfalls verliefe das Erwachen in dieses Wachen hinein tödlich, wenn sich dem drohenden Wachen-Wachen (der unaufhörlichen Vigilanz, der absoluten Kontinuität, der »unsterblichen Seele«) nicht auf der Stelle, wie einfangend, rückbindend, limitierend die Realie der Weltausfällung beigäbe; Welt, Menschwelt, Kultur, im Zustand der Umhüllung. Verdeckung (Epikalypse), des Tautologiestatus derselben - alles ist nur, was es ist, und sonst nichts. So das Initial des ordentlichen Repräsentationsverhältnisses, in dem sich der Tiefschlaf als Dinglichkeit unmöglicherweise gleichwohl re-präsentiert, verschoben, entstellt sich darstellt."
Rund um die Uhr. Gedanken zu Kontinuität und Bruch in Schlafen, Träumen sowie Wachen; in: Retro III, 50f.
 
 
 
Verweise
 
Das Aufwachen aus dem Traum ist der Übergang von Halluzination zur Wahrnehmung von Realität – was ist die Differenz?
Beim Erwachen tritt der Weltbezug an die Stelle des Traums. Dazwischen wie ein Spalt eine Epiphanie des Nichts. Vielleicht gibt es deshalb kurz vor dem Erwachen einen Rückfall in den Tiefschlaf, aus dem gleichsam die Dinge hervorgeholt werden.