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Kritik der Übertragung
Die Übertragung erzeugt eine Asymmetrie, in der der Analytiker/die Analytikerin eine entschuldende Vergöttlichung erfährt.
Übertragung
"Die orthodoxe Handhabung der Übertragung besteht in einer Art von paranoischer Sprachimperativität. Die Chancen sind nämlich fast gleich null, daß der Analytiker nicht doch seine prekäre Apotheose erfährt: als »Person«, wie man das ausdrückt, muß er schuldabsorbierenden Dingstatus annehmen, ein heilig sprechend Ding sein."
Dialogue Interieur über Pathognostik versus Psychoanalyse; in: Kaum. Halbjahresschrift für Pathognostik 4, 19
 
 
 
Kontexte/Anschlüsse:
Fagioli, Massimo: Todestrieb und Erkenntnis, 26
"Wie der Begriff der Übertragung aussagt, stellt der Analytiker a priori ein sadistisches oder generell verfälschtes Vorstellungsbild dar: er ist die Projektion von Identifizierungen des Patienten, die auf der Grundlage momentaner oder früherer Ambivalenz entstanden sind."
Verweise