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Gewalt \
Kultur
Die vom Menschen geschaffenen Dinge - Kultur - sind Spiegelungen der menschlichen Gewaltverfassung, die sich zuspitzend austrägt als Ödipuskomplex, Narzissmus, Todestrieb. Der Glaube an die Unschuld der Dinge ist eine lebenserhaltende Täuschung.
Kultur als Schöpfung des Todestriebs
"Alle Kultur ist, in Rücksicht ihrer Kreation, in ihrem vorgängigen Wesen von Ödipuskomplex/Narzissmus/Todestrieb gänzlich durchdrungen, macht deren Repräsentanzen aus. Also irrte man sich - wenngleich unvermeidlich - gründlich -, ohne daß bestritten werden dürfte, dass diese Missgrifflegion uns adaptiv nicht erhielte -, auf die besagte Spaltung der schier unschuldigen Dinge von den einzig schuldüberlasteten Leibern, die vergeblich sich in ihre Filiationen kausalistisch retour zu purgieren suchen, zu setzen."
Hinführung zu einer Psychoanalyse der Sachen (Pathognostik), 52
 
 
 
Verweise
 
Kultur ist konsensgestützte Schändung der Natur. Krankheitskonstitutiv bei der subjektiven Rückaneignung der kulturellen Dinge ist die Anmaßung der Ineinssetzung von Gebrauch und Produktion, das Subjekt setzt sich dingmimetisch als Ursache der Dinge.
Gewalt
Zivilisation/Kultur ist das Ergebnis todestriebbestimmter Gewalt- und Schuldveräußerung, die sich in ihren Produkten verschließt. Je starker die Unschuldsbehauptung, desto größer das Gewaltpotenzial.
Die Verdinglichung/Tötung des Anderen, des heteron, ist die Entschuldung des Körpers von seiner Sterblichkeit, die das Phantasma der Verfügungsgewalt auszulöschen verheißt.
Kultur ist Abwehr des Todes und scheitert in Krankheit und Krieg.
Alles, was sich als Trieberfüllung ausgibt, ist magische Todesabwehr. So auch die kulturellen Artefakte wie Philosophie, Kunst, Literatur, Musik, etc. Es sind Identifikationsangebote, in denen ich mich scheinbar schuldfrei wiederfinden kann.
Gewalt