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Gewalt \
Kultur als Todesabwehr
Kultur ist Abwehr der Sterblichkeit und scheitert in Krankheit und Krieg, wodurch sich die todesmimetische Verfallenheit dieser Abwehr zeigt.
Kultur als todesmimetische Todesabwehr
"Urtrauma Sterblichkeit, phantasmatisch Kultur-konterkariert, Kultur also (wieder)einziehend; Kultur insgesamt - die vergeblichst vergebliche Liebes(!)müh der Gegenführung, sowohl wenn in Frieden todesabwendig, wie auch zumal wenn martialisch/pathologisch todesmimetisch. Die »Urverdrängung«, sie ist die kulturale todesadaptiv gewaltsame Todesabhaltung schlechthin; zugleich dagegen die ganze Gerechtigkeit des in Krieg und Krankheit letztmagisch abgefangenen Scheiterns derselben."
Exkurs zur »Urverdrängung«; in: Todesnäherungen, 92
Düsseldorf: Peras Verlag. 2007
 
 
 

Verweise
 
Kultur
Die vom Menschen geschaffenen Dinge - Kultur - sind Spiegelungen der menschlichen Gewaltverfassung, die sich zuspitzend austrägt als Ödipuskomplex, Narzissmus, Todestrieb. Der Glaube an die Unschuld der Dinge ist eine lebenserhaltende Täuschung.
Sterblichkeit ist das basale Trauma, das pariert wird durch das Gottesphantasma; dieses konkretisiert sich als autonomes Ich und als diesem korrespondierende Dinge.
Weil Kultur das Ergebnis todesmimetischer Sterblichkeitsabwehr ist, ist sie gezeichnet von der Gewalt des Abgewehrten.
Kultur als Sterblichkeitsabwehr ist ein Ensemble von Objekten der Verkörperung des Begehrens nach Absolutheit. Absolutheit läuft auf Zerstörung hinaus. Insofern ist der Krieg die Vollendung von Kultur.
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