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Kunst
"Wenn nicht alles täuscht, verdankt sich Kunst an ihrem Ursprung der Projektion der »hypostasierten Einheit«, des Inzestbegehrens als des Inbegriffs scheiternder Individuation, des Lebenslimes »nach außen«, und je nach der konstituierten Kunstart differiert die Regressionstiefe des kunstbegründenden erotische Autarkie bezweckenden »Splits«. (...) Kunst ist also Magie, und ihre adaptive Funktion besteht darin, abgespaltenes und eingehülltes Gedächtnis der inzestuösen Existenzgefährdung zu sein."
Psychoanalytische Musikinterpretation in der Gruppe in: Zeitschrift fĂĽr Musiktheorie 7, 1976, 24
"Das weltlich abgestürzte Jenseits, Pathologie, geht aus suizidalem, ebenso anderem todbringendem Bombenfraß hervor. Und Kunst, zumal Musik, beschwört diese Seinskatastrophe im Grunde; und treibt die Obsekration - verhallendes Selbstgedenken - selbstbezüglich in sich selbst hinein - der sterbende Gott. Und derweil, unaufhaltsam, geschieht gleichwohl das nebenan, was sie, also seiend vergeblich, von Anfang an kon-genial damit, zu bannen sucht: Apokalypsen."
Psychoanalyse der Ă„sthetisierung von Gewalt. Von der Grausamkeit der Musik; in: Ch. auf der Horst (Hg.), Ă„sthetik und Gewalt. Physische Gewalt zwischen kĂĽnstlerischer Darstellung und theoretischer Reflexion, 48

Ausführungen  
Verweise